Mein Weg zum Kinderbuch Bundeswehr Einsatz

Kinderbuch Bundeswehr Einsatz Mama im Einsatz und der Bär war dabei und Mama warum hast du eine Uniform

Es gibt diese Momente, die entstehen ganz leise und entwickeln sich dann zu etwas, das man selbst am Anfang gar nicht greifen kann. Genau so war es auch mit meinem zweiten Kinderbuch Bundeswehr Einsatz.

Kinderbuch Bundeswehr Einsatz Mama im Einsatz und der Bär war dabei und Mama warum hast du eine Uniform

So ist mein erstes Buch entstanden

Mein erstes Buch „Mama, warum hast du eine Uniform?“ ist aus den Fragen meiner Kinder entstanden. Fragen, die plötzlich da waren, als sie meine Uniform gesehen haben, als sie angefangen haben zu verstehen, dass mein Beruf nicht einfach nur ein Job ist, sondern etwas, das auch bedeutet, wegzugehen. Dieses Buch war mein Versuch, genau diese Fragen kindgerecht zu beantworten und gleichzeitig einen Einblick zu geben, der ehrlich ist, aber nicht überfordert.

Kinderbuch Mama warum trägst du eine Uniform

👉 Wenn du mein erstes Buch noch nicht kennst, findest du es hier:
„Mama, warum hast du eine Uniform“

Warum ein zweites Kinderbuch Bundeswehr Einsatz

Kinderbuch Bundeswehr Einsatz Bär in Uniform

Mit der Zeit kam aber ein ganz anderes Gefühl dazu. Es ging nicht mehr nur um Fragen, sondern um Erlebnisse, um Erinnerungen und um Bilder, die ich selbst erlebt habe. Genau daraus ist mein zweites Kinderbuch Bundeswehr Einsatz entstanden.

„Mama im Einsatz und der Bär war dabei“ ist nicht einfach nur eine Fortsetzung. Es ist persönlicher, näher dran und vor allem ehrlicher. Dieses Kinderbuch Bundeswehr Einsatz nimmt ein Thema auf, das viele Familien kennen, über das aber oft nur wenig gesprochen wird, weil es schwer ist, die richtigen Worte dafür zu finden.

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Schritt gehen soll, weil es eben nicht mehr nur um kindliche Fragen geht, sondern um echte Eindrücke. Am Ende war für mich klar, dass genau das der richtige Weg ist, weil Kinder viel mehr verstehen, als wir manchmal denken, solange man es ihnen ehrlich und ruhig erklärt.

Was dieses Kinderbuch Bundeswehr Einsatz besonders macht

Was dieses Kinderbuch Bundeswehr Einsatz für mich besonders macht, sind die echten Bilder. Keine nachgestellten Szenen, keine erfundenen Hintergründe, sondern Momente, die ich selbst erlebt habe. Genau das macht die Geschichte greifbarer und gibt dem Buch eine Tiefe, die ich beim Schreiben immer wieder gespürt habe.

Echte Erinnerungen aus einem Bundeswehr Einsatz
Feldpost Bundeswehr Einsatz Kinderbuch

Gleichzeitig war es mir wichtig, dass dieses Kinderbuch Bundeswehr Einsatz nicht schwer wirkt. Es soll kein Buch sein, das belastet, sondern eines, das erklärt, verbindet und vielleicht auch ein kleines Stück Sicherheit gibt. Für Kinder, für Eltern und auch für Großeltern, die oft selbst nicht wissen, wie sie solche Themen ansprechen sollen.

👉 Hier findest du mein neues Buch direkt:
„Mama im Einsatz und der Bär war dabei“

Wenn ich heute auf beide Bücher schaue, dann gehören sie für mich zusammen. Das erste erklärt, das zweite zeigt. Das erste entsteht aus Fragen, das zweite aus Erfahrungen. Beide haben aber denselben Ursprung und genau deshalb passt auch dieser Satz so gut dazu:

Zwei Geschichten. Ein Herz.

Und ich sage es ganz ehrlich, ein Kinderbuch Bundeswehr Einsatz lebt davon, dass es gelesen wird und dass Menschen ihre Eindrücke teilen. Wenn du eines meiner Bücher liest, würde ich mich riesig freuen, wenn du dir kurz die Zeit nimmst und eine Rezension dalässt. Das hilft nicht nur mir, sondern auch anderen, die genau nach so einem Buch suchen.

Kinderzeichnung Einsatz Bundeswehr
Manchmal sagen Bilder mehr als viele Worte

Fazit: Zwei Bücher, ein Weg

Wenn ich heute auf beide Bücher schaue, dann sehe ich nicht einfach nur zwei Geschichten, sondern einen Weg, der ganz leise angefangen hat und sich Schritt für Schritt entwickelt hat. Mein erstes Buch ist aus den Fragen meiner Kinder entstanden, aus Neugier, aus dem Wunsch zu verstehen und aus diesen kleinen Momenten im Alltag, die plötzlich eine größere Bedeutung bekommen haben.

Das zweite Kinderbuch Bundeswehr Einsatz ist anders entstanden. Es kommt nicht mehr nur aus Fragen, sondern aus Erfahrungen, aus Erinnerungen und aus Situationen, die ich selbst erlebt habe. Genau das macht es für mich persönlicher, aber auch ehrlicher, weil es nicht mehr nur erklärt, sondern zeigt, wie sich ein Einsatz anfühlen kann, wenn man gleichzeitig Mama ist.

Beide Bücher gehören für mich zusammen, weil sie denselben Ursprung haben und weil sie genau das verbinden, was oft schwer in Worte zu fassen ist. Familie und Dienst, Nähe und Entfernung, Weggehen und Wiederkommen.

Und vielleicht ist genau das das Wichtigste an diesem Kinderbuch Bundeswehr Einsatz. Es soll nicht alles perfekt erklären, sondern ein Gefühl vermitteln, Verständnis schaffen und zeigen, dass man auch dann verbunden bleibt, wenn man nicht am selben Ort ist.

Herz voraus 🤍

Und wenn du wissen möchtest, wie alles angefangen hat und welche Fragen meine Kinder damals hatten, dann schau dir gerne meinen Beitrag zu meinem ersten Buch „Mama, warum hast du eine Uniform?“ an: Unser erstes Kinderbuch

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Was Kinder wirklich fragen, wenn Mama Uniform trägt

Mama Uniform im Familienalltag mit ehrlichen Kinderfragen

Wenn Mama Uniform trägt, dann wächst man als Kind mit vielen Dingen ganz selbstverständlich auf. Schuhe im Flur, die Tasche an der Tür, frühes Aufstehen, Termine, manchmal Telefonate am Abend und eben diese Uniform, die für uns längst normal geworden ist. Trotzdem bedeutet normal nicht, dass Kinder nichts hinterfragen. Im Gegenteil. Kinder schauen oft genauer hin als Erwachsene und stellen Fragen, die direkt, ehrlich und manchmal erstaunlich tief gehen.

Viele dieser Gespräche entstehen nicht geplant. Sie kommen zwischen Frühstück und Schulbrot, auf dem Weg zur Schule oder dann, wenn man morgens im Bad steht und sich fertig macht. Genau dort, wo niemand mit großen Themen rechnet.

Ich erinnere mich an einen Morgen, an dem Flo neben mir stand und die Schulterklappen ansah. Er schaute kurz, legte den Kopf schief und sagte ganz ernst:

„Mama, gestern waren da noch zwei Sterne.“

Er hatte recht. Von heute auf morgen waren es drei. Für mich war das eine Beförderung, für ihn einfach eine Veränderung, die ihm sofort aufgefallen war. Er wusste natürlich nicht, was das bedeutet. Er schaute mich an, grinste und sagte nur:

„Dann verdienst du jetzt mehr Geld. Dann bekomme ich mehr Pokémon.“

Fabi hörte das aus dem Flur und ergänzte trocken:

„Und ich mehr Switch Spiele.“

Ich musste lachen, weil Kinder die Welt so wunderbar auf ihre eigene Ebene herunterbrechen. Für sie zählen keine Dienstgrade, keine Zuständigkeiten und keine Laufbahnen. Für sie zählt, was sich im Alltag verändert.

Kinder stellen die ehrlichsten Fragen

Im Laufe der Zeit kamen viele Gespräche zusammen. Nicht laut, nicht dramatisch, sondern einfach ehrlich aus dem Moment heraus.

„Warum grüßen dich manche Leute, obwohl sie dich gar nicht kennen?“

Eine Frage, die zeigt, wie aufmerksam Kinder beobachten. Sie sehen Respekt, Regeln und Umgangsformen, lange bevor sie die Hintergründe kennen.

„Tragen alle Soldaten die gleiche Uniform?“

Auch das ist typisch Kind. Sie sehen Gemeinsamkeiten zuerst. Dass es unterschiedliche Bereiche, Aufgaben, Farben und Funktionen gibt, erschließt sich erst später.

„Müssen alle Soldaten in den Krieg?“

Das ist eine Frage, die kurz still werden lässt. Weil man merkt, dass Kinder mehr mitbekommen, als man manchmal denkt. Nachrichten, Gespräche, Begriffe, die irgendwo fallen. Dann braucht es ehrliche Antworten, die Sicherheit geben und trotzdem ernst nehmen.

„Warum musst du manchmal früher los als andere Mamas?“

Weil Kinder vergleichen. Sie sehen, wann andere Eltern da sind, wann jemand arbeitet, wann jemand zuhause ist. Sie messen Alltag nicht in Dienstzeiten, sondern in gemeinsamer Zeit.

„Warum sagen manche Frau Hauptmann und andere einfach Mama?“

Eine meiner Lieblingsfragen, weil sie zeigt, dass Kinder Rollen sehr genau wahrnehmen. Draußen bin ich für viele etwas anderes als zuhause. Für meine Kinder bin ich am Ende einfach ihre Mama.

Genau aus solchen Momenten ist mein Buch entstanden

Viele denken, ein Buch entsteht durch einen großen Plan oder durch die eine besondere Idee. Bei mir war es viel einfacher und viel persönlicher. Mein erstes Kinderbuch „Mama, warum trägst du eine Uniform?“ ist aus genau diesen Gesprächen entstanden.

Nicht aus einer einzelnen Frage, sondern aus hunderten kleinen Momenten. Aus Blicken auf Schulterklappen. Aus Nachfragen im Auto. Aus Gesprächen am Küchentisch. Aus dem Wunsch heraus, Dinge kindgerecht erklären zu können, ohne sie unnötig schwer zu machen.

Ich habe gemerkt, dass Kinder keine perfekten Antworten brauchen. Sie brauchen ehrliche Antworten. Sie wollen verstehen, wie ihre Welt funktioniert. Sie wollen wissen, warum Mama manches anders macht als andere Eltern. Und sie wollen spüren, dass sie mit ihren Fragen richtig sind.

Genau deshalb wollte ich ein Buch schreiben, das Gespräche leichter macht. Für Kinder, aber auch für Eltern, denen manchmal die richtigen Worte fehlen.

Aus vielen echten Fragen meiner Kinder ist irgendwann mein erstes Buch entstanden – warum genau, erzähle ich euch im Blogbeitrag.

Was Kinder in einer Uniform wirklich sehen

Erwachsene sehen in einer Uniform oft etwas Offizielles. Sie denken an Rang, Verantwortung, Einsatz oder Struktur. Kinder sehen zuerst etwas ganz anderes.

Sie sehen ihre Mama.

Sie sehen jemanden, der morgens Brotdosen schmiert, Hefte sucht, Jacken zumacht, Termine organisiert, tröstet, lacht und trotzdem pünktlich los muss. Die Uniform ist für sie nur ein Teil davon, nicht das Ganze.

Vielleicht berühren mich diese Fragen deshalb so sehr. Weil sie zeigen, dass Kinder hinter jede Rolle schauen. Sie sehen nicht das, was außen draufsteht. Sie sehen den Menschen darunter.

Warum diese Gespräche so wertvoll sind

Früher habe ich manche Fragen schnell beantwortet und bin weiter zum nächsten Termin. Heute weiß ich, wie wertvoll diese Momente sind. Kinder werden größer, Fragen verändern sich und manches kommt nie wieder zurück.

Irgendwann fragt niemand mehr nach Sternen auf Schulterklappen. Irgendwann interessiert es niemanden mehr, warum jemand grüßt oder warum man früher los muss. Gerade deshalb bleiben diese kleinen Gespräche so besonders.

Vielleicht kennst du das auch

Kinder stellen oft genau die Fragen, die Erwachsene längst nicht mehr stellen würden. Und manchmal steckt darin mehr Wahrheit, als in vielen langen Erklärungen.

Welche Frage hat dein Kind dir einmal gestellt, die du bis heute nicht vergessen hast?

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Karfreitagsgefecht 2010 – Erinnerungen aus Kunduz und Masar e Sharif

Namenstafeln gefallener Soldaten Karfreitagsgefecht 2010
Namenstafeln gefallener Soldaten Karfreitagsgefecht 2010
Manche Namen liest man nicht einfach nur, sondern verbindet mit ihnen Erinnerungen, Bilder und Momente, die ein Leben lang bleiben

Es gibt Momente, die kündigen sich nicht an und trotzdem verändern sie alles, weil aus einem ganz normalen Einsatztag innerhalb kürzester Zeit etwas wird, das sich nicht mehr einordnen lässt und das man auch Jahre später nicht einfach nur als Erinnerung beschreibt, sondern als Gefühl, das immer wieder hochkommt, sobald man an das Karfreitagsgefecht 2010 denkt.

Ich weiß noch genau, wie wir dort standen, irgendwo zwischen Alltag und Auftrag, in einer Situation, die sich zunächst nicht anders angefühlt hat als viele andere zuvor, bis diese Nachricht kam und sich etwas in uns allen verschoben hat, nicht laut und nicht sichtbar für Außenstehende, sondern leise, fast unmerklich und doch so deutlich, dass jeder sofort wusste, dass dieser Tag nicht mehr einfach weitergehen würde wie geplant.

Das Karfreitagsgefecht 2010 gilt bis heute als eines der prägendsten Ereignisse im Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, doch das, was ich erinnere, ist kein Begriff und keine Einordnung, sondern dieser eine Moment, in dem aus Alltag plötzlich Realität geworden ist.

Man hat sich angeschaut, man hat vielleicht ein paar Worte gewechselt, aber vieles blieb unausgesprochen, weil es nichts gab, was man in diesem Moment hätte sagen können, ohne dass es sich falsch angefühlt hätte, und genau dieses gemeinsame Schweigen, dieses Verstehen ohne Erklärung, ist das, was mir bis heute am stärksten in Erinnerung geblieben ist.

Gedenkraum mit Kerzen Bundeswehr Einsatz Afghanistan
In diesem Raum wurde gesprochen und doch war es vor allem die Stille zwischen den Worten, die geblieben ist, weil jeder für sich verstanden hat, was dieser Moment bedeutet

Später standen wir zusammen, enger als sonst, ruhiger als sonst, und während gesprochen wurde, während der Chef Worte gefunden hat und auch der Militärpfarrer versucht hat, diesem Moment einen Rahmen zu geben, habe ich gemerkt, dass ich zwar zuhöre, aber gleichzeitig in meinen eigenen Gedanken feststecke, weil das, was gesagt wurde, wichtig war, aber niemals das ausdrücken konnte, was sich in diesem Moment in mir abgespielt hat.

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr war über viele Jahre hinweg geprägt von genau solchen Momenten, die man von außen nur schwer greifen kann, weil sie nicht laut sind, sondern sich leise einprägen.

Es war nicht die Rede, die geblieben ist, sondern dieses Gefühl zwischen den Worten, diese kurzen Pausen, in denen niemand gesprochen hat und in denen man gespürt hat, dass jeder genau weiß, worum es geht, ohne dass es noch einmal ausgesprochen werden muss.

Ich erinnere mich an Blicke, an dieses kurze Nicken, an dieses stille Einverständnis, das mehr gesagt hat als jede noch so gut formulierte Ansprache es hätte tun können.

Zwischen Worten und Stille entsteht das, was bleibt
Es sind genau diese Augenblicke, in denen keine großen Worte mehr gebraucht werden, weil alles, was gesagt werden müsste, längst in der Luft liegt und von allen gespürt wird.

Es gibt Augenblicke, die sich festsetzen, weil sie anders sind als alles, was man sonst erlebt, weil sie nicht geplant sind und weil sie genau deshalb so ehrlich sind, und genau so ein Moment war es, als sich das Spalier gebildet hat, ohne dass jemand groß etwas anordnen musste, weil jeder einfach wusste, wo er hingehört.

Ich stand dort, habe nach vorne geschaut und gleichzeitig versucht zu begreifen, was eigentlich gerade passiert, und ich kann bis heute nicht genau sagen, was schwerer war, dieser Moment selbst oder das Wissen dahinter, weil beides so eng miteinander verbunden war, dass man es nicht voneinander trennen konnte.

Sarg Bundeswehr Hubschrauber Afghanistan Karfreitagsgefecht
Ein Moment, der sich nicht erklären lässt und der sich dennoch einprägt, weil man ihn nicht nur sieht, sondern mit allem, was dazugehört, in sich aufnimmt.

Dieser Weg, dieses Spalier, diese Stille, die sich über alles gelegt hat, obwohl so viele Menschen da waren, hat sich eingebrannt, nicht als einzelnes Bild, sondern als Gefühl, das bis heute da ist und das sich nicht abschütteln lässt, egal wie viel Zeit vergeht.

Ich erinnere mich daran, wie jeder einzelne Schritt sich anders angefühlt hat, langsamer vielleicht, bewusster, und gleichzeitig war da dieses Wissen, dass der Einsatz weitergeht, dass der Alltag wiederkommt und dass genau das vielleicht das Schwerste daran ist, weil sich für einen Moment alles verändert und danach doch wieder alles seinen gewohnten Lauf nimmt.

Bundeswehr Formation Gedenken Afghanistan Einsatz
Man steht nebeneinander, ohne viel zu sagen, und genau in diesem gemeinsamen Schweigen wird spürbar, was Kameradschaft wirklich bedeutet

Die Bilder, die in Kunduz und in Masar e Sharif entstanden sind, zeigen genau diesen Moment, nicht den Rückblick, nicht das Erinnern mit Abstand, sondern dieses Dazwischen, dieses Erleben im Hier und Jetzt, in dem man funktioniert und gleichzeitig spürt, dass etwas bleibt.

Wenn ich sie heute anschaue, sehe ich nicht nur das, was darauf zu erkennen ist, sondern ich bin sofort wieder dort, ich spüre diese Atmosphäre, diese Mischung aus Nähe, Zusammenhalt und diesem Gefühl, das man nicht wirklich erklären kann, weil es sich nicht in Worte pressen lässt.

Viele Jahre später wird erinnert, es werden Reden gehalten, es wird eingeordnet und erklärt, und das ist wichtig, weil es dazugehört und weil es Raum schafft für das, was war, und genau solche Formen des Erinnerns werden unter anderem auch durch Organisationen wie den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge getragen.

Diese Bilder gehören nicht zu dem, was man Jahre später mit Abstand betrachtet und in Worte fasst, sondern zu genau diesem Moment, in dem wir dort standen, nebeneinander, und wussten, dass Kameraden gefallen sind, und vielleicht ist es genau das, was sie so besonders macht, weil sie nicht erklären, nicht einordnen und nichts beschönigen, sondern einfach zeigen, wie es sich angefühlt hat, in dieser Situation zu sein, in der Nähe, in der Stille, in diesem gemeinsamen Verstehen, das ohne große Worte auskommt und trotzdem alles sagt.

Und genau deshalb fühlen sie sich auch heute noch anders an, weil sie nicht nur Bilder sind, sondern Erinnerungen, die geblieben sind und die ihren festen Platz haben, verbunden mit Menschen, die Teil davon waren und es immer bleiben werden.

Für unsere gefallenen Kameraden, die Teil dieser Erinnerungen sind und es immer bleiben werden.

Unvergessen.

👉 Wenn du mehr über den Alltag im Einsatz lesen möchtest, findest du hier weitere persönliche Einblicke:
Einsatz-Serie

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Gedenkfeier in Bielefeld zum Karfreitagsgefecht 02.04.2010

Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht Denkmal mit Kränzen

Ein Tag, der mehr ist als Erinnerung

Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht Denkmal mit Kränzen
Kranzniederlegung am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld

Die Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht ist ein Tag, der sich nicht einfach einordnen lässt, weil er mehr ist als ein Datum im Kalender und mehr als ein Termin, den man wahrnimmt und danach wieder zur Seite legt, sondern ein Tag, der bleibt, der nachwirkt und der etwas in einem auslöst, das man nicht wirklich in Worte fassen kann.

Der 02. April 2010 ist genau so ein Tag.

Am Samstag (11.04.2026) durfte ich in Bielefeld an dieser Gedenkfeier teilnehmen, und schon auf dem Weg dorthin war dieses Gefühl da, das man kaum erklären kann, weil es irgendwo zwischen Respekt, Anspannung und einer tiefen inneren Verbundenheit liegt, die sich erst richtig zeigt, wenn man vor Ort ist.

Eingeladen wurde ich von Volker Lehmann, und allein diese Einladung hat für mich schon eine besondere Bedeutung gehabt, weil sie zeigt, wie wichtig es ist, solche Tage gemeinsam zu begehen und die Erinnerung lebendig zu halten.


Das Karfreitagsgefecht – was bleibt

Am 02.04.2010 verloren drei deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben, Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.

Drei Namen, die für viele vielleicht nur Teil eines Ereignisses sind, die aber für uns für weit mehr stehen, weil hinter jedem Namen eine Geschichte steckt, ein Leben, Kameradschaft, Verantwortung und all das, was diesen Dienst ausmacht.

Dieses Gefecht hat sich eingebrannt, nicht nur in die Geschichte der Bundeswehr, sondern auch in die Gedanken und Erinnerungen vieler, die diese Zeit miterlebt haben oder die sich mit ihr verbunden fühlen.


Ein Ort voller Bedeutung mitten im Alltag

Die Gedenkfeier fand am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld statt, einem Ort, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, eingebettet in ein ganz normales Wohngebiet, umgeben von Häusern und Alltag, und genau das macht ihn so besonders.

Während rundherum das Leben ganz normal weitergeht, entsteht genau dort eine Atmosphäre, die sich deutlich davon abhebt, getragen von den Fahnen, den Kränzen, den Kerzen und vor allem von den Menschen, die gekommen sind.

Unter ihnen war auch die Royal British Legion aus Gütersloh, die mit einer Fahnenabordnung vor Ort war und diesem Moment zusätzlich eine besondere Würde und internationale Verbundenheit verliehen hat.

Fahnenabordnung Royal British Legion Gütersloh Gedenkfeier Bielefeld
Die Royal British Legion aus Gütersloh war mit einer Fahnenabordnung vor Ort

Man spürt sofort, dass dieser Ort mehr ist als nur ein Platz, weil er Erinnerungen trägt, die nicht sichtbar sind und doch für jeden spürbar werden, der dort steht.


Die Zeremonie – leise und doch so intensiv

Die Zeremonie selbst war ruhig, würdevoll und gleichzeitig unglaublich intensiv, ohne laut sein zu müssen, weil genau diese leisen Momente oft mehr sagen als jede große Geste.

Besonders bewegt hat mich die Rede einer Vertreterin des ukrainischen Kulturforums, die mit sehr eindringlichen Worten gesprochen hat und dabei eine Tiefe vermittelt hat, die spürbar war, ohne dass sie laut werden musste.

Rede ukrainisches Kulturforum Gedenkfeier Bielefeld
Bewegende Worte, die unter die Haut gingen

Im Anschluss daran hat sie gemeinsam mit weiteren Damen gesungen, unter anderem „Halleluja“ auf Ukrainisch, und genau dieser Moment hat mich tief berührt, weil es eine Mischung aus Trauer, Erinnerung und gleichzeitig so viel Gefühl war, dass mir die Tränen gelaufen sind, ohne dass ich es wirklich hätte zurückhalten können.

Halleluja ukrainisch Gedenkfeier Bielefeld Gesang
Ein Moment, der tief berührt hat

Worte reichen hier kaum aus, deshalb möchte ich ihn mit euch teilen.

https://youtu.be/OpKZAH9pwWY

Es war einer dieser Augenblicke, in denen Musik mehr sagt als Worte und in denen man merkt, wie nah einem alles geht, auch wenn man versucht, es im Griff zu behalten.

Während all das passiert, merkt man, wie Gedanken zurückkommen, wie Bilder wieder da sind und wie nah sich alles anfühlt, selbst nach so vielen Jahren.

Ich erinnere mich an vieles, als wäre es gestern, an Situationen, an Gespräche, an Gefühle und vor allem an dieses Danach, an das Spalier und an dieses stille Verstehen untereinander, bei dem keiner viele Worte braucht, weil jeder genau weiß, was gemeint ist.

Kranzniederlegung Karfreitagsgefecht Bielefeld
Zum Gedenken an unsere gefallenen Kameraden

Begegnungen, die bleiben

Was diesen Tag für mich zusätzlich besonders gemacht hat, waren die Begegnungen, die Gespräche und die Menschen, die vor Ort waren.

Ich habe unter anderem Patrick Leichert getroffen, den man auch auf dem Foto mit mir und meinem Buch sieht, und gerade die Gespräche im Nachhinein waren es, die diesen Tag noch einmal auf eine ganz eigene Weise geprägt haben, weil sie gezeigt haben, wie viel hinter solchen Begegnungen steckt.

Soldatin mit Buch und Patrick Leichert Gedenkfeier Bielefeld
Gespräche, die bleiben und verbinden

Darüber hinaus war auch Aydin Özan von der Bezirksvertretung Bielefeld Brackwede vor Ort, und genau diese Mischung aus unterschiedlichen Menschen, Hintergründen und Verbindungen macht solche Gedenkveranstaltungen so besonders.

Aydin Özan Bezirksvertretung Bielefeld Brackwede Gedenkfeier
Begegnungen, die verbinden und im Gedächtnis bleiben

Man sieht sich, man spricht miteinander, man teilt Gedanken oder steht einfach gemeinsam dort, und genau in diesen Momenten wird deutlich, wie stark diese Verbindung ist, auch ohne viele Worte.


Zwischen Erinnerung und Gegenwart

Nach der eigentlichen Gedenkfeier entstehen diese besonderen Momente, die man nicht planen kann, Gespräche, Begegnungen, gemeinsames Erinnern und auch ein Stück Alltag, das langsam wieder zurückkehrt.

Ich hatte die Möglichkeit, mich auszutauschen, Fotos zu machen und auch mein Buch zu zeigen, und genau diese Mischung aus Erinnerung, Austausch und persönlichem Kontakt macht solche Tage besonders, weil sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.


Gemeinschaft, die bleibt

Diese Tage zeigen, dass Erinnerung nicht vergeht und dass Gemeinschaft etwas ist, das bleibt, unabhängig davon, wie viel Zeit vergangen ist.

Gemeinschaft Gedenkfeier Bielefeld Bundeswehr
Gemeinschaft, die trägt und verbindet

Ehemalige und aktive Soldaten, Kameraden, Angehörige und Menschen, die einfach erinnern wollen, stehen nebeneinander, und genau darin liegt eine Stärke, die man nicht erklären muss, sondern einfach spürt.


Warum wir erinnern

Gedenken bedeutet nicht nur, zurückzuschauen, sondern auch, sich bewusst zu machen, warum wir erinnern und was es mit uns macht.

Diese Tage holen vieles wieder nach oben, was im Alltag oft keinen Platz findet, und genau deshalb sind sie so wichtig, weil sie uns daran erinnern, was Kameradschaft bedeutet, was Einsatz bedeutet und was es heißt, Verantwortung zu tragen.

Wenn du mehr über meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken rund um Einsätze und Erinnerung lesen möchtest, findest du hier einen weiteren Einblick


Abschluss

Gestern war kein einfacher Tag, aber ein wichtiger, einer, der nachwirkt, einer, der zeigt, dass Erinnerung nicht vergeht und einer, der uns immer wieder daran erinnert, dass hinter jedem Namen eine Geschichte steht, die niemals vergessen werden darf.

Für unsere gefallenen Kameraden gilt, was bleibt und was immer bleiben wird, wir werden euch nicht vergessen.


FAQ zur Gedenkfeier in Bielefeld

Was ist das Karfreitagsgefecht?
Das Karfreitagsgefecht vom 02.04.2010 war eines der schwersten Gefechte der Bundeswehr in Afghanistan, bei dem deutsche Soldaten gefallen sind und das bis heute tief in Erinnerung geblieben ist.

Wo fand die Gedenkfeier in Bielefeld statt?
Die Gedenkfeier fand am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld statt, einem Ort, der dem gefallenen Soldaten gewidmet ist und an dem regelmäßig erinnert wird.

Gibt es auch an anderen Orten Gedenkfeiern zum Karfreitagsgefecht?
Ja, die Gedenkfeier in Bielefeld ist eine von vielen, denn auch an anderen Orten in Deutschland wird an diesen Tag erinnert, sei es in Kasernen, bei Kameradschaftstreffen oder im kleineren, persönlichen Rahmen.

Warum sind solche Gedenkfeiern wichtig?
Solche Tage geben Raum für Erinnerung, für Austausch und für das Bewusstsein, was hinter jedem Einsatz steht, und sie zeigen, dass Kameradschaft und Verbundenheit auch über viele Jahre hinweg bestehen bleiben.


Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Karfreitagsgefecht und zum Thema Gedenken findest du auch hier:

Auf der offiziellen Seite der Bundeswehr findest du weiterführende Informationen zu Einsätzen und Gedenkveranstaltungen.

👉 https://www.bundeswehr.de

Eine ausführliche Einordnung des Karfreitagsgefechts und der Hintergründe bietet auch dieser Überblick.

👉 https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitagsgefecht

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge informiert umfassend über Erinnerungskultur und Gedenkarbeit.

👉 https://www.volksbund.de

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Alltag im Einsatz – Die Vorbereitung beginnt (Teil 2 einer Serie)

Alltag im Einsatz Bundeswehr Vorbereitung Mali Landschaft

Wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, findest du hier den Anfang meiner Geschichte. 👇
👉 Link zu Teil 1

Nachdem die Entscheidung gefallen war, gab es keinen Moment, in dem plötzlich alles anders war. Es war eher so, dass sich etwas im Hintergrund verschoben hat, während nach außen noch alles ganz normal weiterlief.

Der Alltag im Einsatz Bundeswehr beginnt nicht erst im Einsatz selbst, sondern lange vorher. In einer Phase, in der nach außen noch alles wirkt wie immer, während innerlich längst etwas in Bewegung ist.

Die Kinder waren da, mit ihren Themen, ihrem Lachen und ihrem ganz eigenen Tempo. Der Dienst lief weiter, Termine standen an, Aufgaben mussten erledigt werden. Und doch war da dieses leise Wissen, dass sich etwas verändert hat, auch wenn es für andere noch nicht sichtbar war.

Mit der Zusage begann die Vorbereitung, und die kam nicht laut, sondern schrittweise. Termine wurden mehr, Abläufe enger, der Kopf voller. Vieles lief parallel zum normalen Dienst, wurde dazwischen geschoben oder hat den Tag einfach verlängert. Es waren keine einzelnen großen Ereignisse, sondern eher dieses Gefühl, dass immer etwas mitläuft.

Ein wichtiger Teil davon waren die medizinischen Untersuchungen. Gespräche, Einschätzungen, immer wieder dieses genaue Hinsehen. Für mich war das mehr als nur ein Termin. Es war jedes Mal auch ein kurzer Moment, in dem ich innegehalten habe und mich gefragt habe, ob ich diesen Weg wirklich gehen kann.

Gerade mit meiner Vorgeschichte war mir klar, dass ich ehrlich sein muss. Nicht beschönigen, nichts wegdrücken. Ich wusste, dass ich mir selbst nichts vormachen darf, nur weil ich diesen Weg gehen möchte. Diese Gespräche waren nicht immer leicht, aber sie waren wichtig. Sie haben mir nicht die Entscheidung abgenommen, aber sie haben mir geholfen, sie bewusst zu treffen. Zu Hause lief alles weiter.

Die Kinder waren in ihrem Alltag, für sie war das alles noch weit weg. Einsatz ist nichts, was man greifen kann. Es ist kein fester Termin im Kalender wie ein Geburtstag oder ein Schulfest, sondern eher etwas, das langsam näher kommt, ohne dass man es direkt sehen kann.

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit den beiden, als sie mich gefragt haben, was ein Einsatz eigentlich bedeutet. Sie waren noch klein, beide noch in der Kita, und ich wusste, dass ich es so erklären muss, dass sie es verstehen können, ohne dass es ihnen Angst macht.

Ich habe ihnen gesagt, dass Mama ganz normal arbeiten geht, nur nicht in Deutschland, sondern für eine gewisse Zeit in Afrika.

Alltag im Einsatz Bundeswehr Familie Zuhause Kinder Alltag

Mehr habe ich in diesem Moment nicht gesagt.

Für sie war es eine einfache Erklärung. Etwas, das sie greifen konnten. Für mich war es mehr als das, weil ich genau wusste, was alles dahintersteht.

Und genau darin lag für mich eine der größten Herausforderungen. Ich war da, habe zugehört, habe geholfen, war mittendrin im Alltag, und gleichzeitig liefen in meinem Kopf längst andere Gedanken mit. Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob ich gerade beiden Seiten gerecht werde, dem Leben hier und dem, was vor mir lag.

Mit der Zeit bekam alles mehr Struktur. Termine wurden konkreter, Abläufe klarer, und ich habe gemerkt, wie sich mein Fokus langsam verschiebt. Nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt. Der Einsatz war nicht mehr nur eine Entscheidung, sondern wurde Teil meines Alltags, auch wenn er noch bevorstand.

Der Alltag im Einsatz Bundeswehr entsteht genau in dieser Phase. In diesem Dazwischen. Zwischen normalem Leben und dem, was kommt. Zwischen Funktionieren und innerem Sortieren.

Rückblickend war diese Zeit keine laute Phase. Sie war ruhig, fast unscheinbar, und genau deshalb so intensiv. Weil vieles nicht im Außen passiert ist, sondern im Kopf.

Und genau hier wurde mir bewusst, dass die Entscheidung allein nur der erste Schritt war.


💛 Abschluss

Wie es sich anfühlt, wenn aus Vorbereitung Realität wird und der Moment näher rückt, an dem es wirklich losgeht, erzähle ich dir im nächsten Teil.

🔗 Weiterführende Links

1. Bundeswehr Einsätze

Wenn du dir einen Überblick über die Einsätze der Bundeswehr verschaffen möchtest, findest du hier alle aktuellen Informationen.

👉 https://www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr


2. Sozialdienst Bundeswehr

Gerade bei Themen wie PTBS ist Unterstützung wichtig, und hier findest du Anlaufstellen innerhalb der Bundeswehr.

👉 https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/sozialdienst-bundeswehr


3. Psychische Gesundheit allgemein

Auch außerhalb der Bundeswehr gibt es viele Informations- und Unterstützungsangebote rund um mentale Gesundheit.

👉 https://www.deutsche-depressionshilfe.de

Weiterlesen

Alltag im Einsatz – wie alles begann (Teil 1 einer Serie)

Alltag im Einsatz Bundeswehr Mali Camp Gelände am Morgen

Es gibt Entscheidungen im Leben, die trifft man nicht an einem einzigen Tag. Es ist kein Moment, in dem plötzlich alles klar ist, kein Punkt, an dem man sagt, genau jetzt beginnt etwas Neues. Vielmehr sind es Gedanken, die sich langsam ihren Weg suchen, die immer wieder auftauchen, sich festsetzen und irgendwann so präsent sind, dass man ihnen nicht mehr ausweichen kann.

Für mich begann alles in einer Zeit, in der Einsätze eigentlich kein Thema mehr waren. Nicht, weil ich grundsätzlich damit abgeschlossen hatte, sondern weil ich nach Afghanistan erst einmal wieder zurück ins Leben finden musste. Von außen lief vieles weiter. Der Alltag war da, die Arbeit war da, und inzwischen waren auch meine Kinder da, die noch einmal eine ganz andere Verantwortung mit sich gebracht haben. Gleichzeitig war innerlich vieles nicht einfach wieder so, wie es vorher gewesen war.

Nach meinen Einsätzen in Afghanistan wurde bei mir PTBS diagnostiziert, und damit war klar, dass ich nicht einfach weitermachen konnte, als wäre nichts gewesen. Wobei „klar“ eigentlich das falsche Wort ist, denn für mich selbst war es das lange Zeit überhaupt nicht. Ich habe mir das nicht eingestanden, habe vieles weggeschoben, habe funktioniert und versucht, mir selbst zu zeigen, dass ich stark genug bin und dass mich das alles nicht so sehr betrifft, wie es vielleicht auf dem Papier stand.

Es hat Zeit gebraucht, bis ich akzeptieren konnte, dass es Auswirkungen hat. Dass es nichts ist, was man einfach mit Disziplin oder Willen ausblendet. Und dass es kein Zeichen von Schwäche ist, sich das einzugestehen, sondern eher der erste Schritt, überhaupt richtig damit umgehen zu können.

Ich habe mein Leben gelebt, habe organisiert, geplant, mich um alles gekümmert, was im Alltag eben anstand, und gleichzeitig hat sich mein Blick auf die Welt verändert. PTBS bedeutet nicht einfach nur, dass man sich erinnert. Es bedeutet, dass sich Erlebtes im Körper festsetzt, dass Situationen nicht nur als Erinnerung auftauchen, sondern sich wieder echt anfühlen können, als würde man sie noch einmal durchleben.

Es sind nicht nur Gedanken. Es sind Reaktionen, die schneller da sind als jeder bewusste Gedanke. Das Herz schlägt schneller, die Anspannung steigt, der Körper ist plötzlich in Alarmbereitschaft, obwohl man genau weiß, dass man eigentlich in Sicherheit ist. Es gibt Nächte, in denen der Schlaf nicht wirklich erholsam ist oder ganz ausbleibt, weil der Kopf nicht abschaltet. Nächte, in denen man aufwacht und für einen Moment nicht einordnen kann, wo man ist, weil sich alles so real anfühlt.

Meine Psychologin hat einmal zu mir gesagt, körperlich bist du in Deutschland, aber gedanklich bist du noch in Afghanistan, und genau so hat es sich angefühlt. Ich bin durch Straßen in Deutschland gegangen und habe sie nicht immer als das gesehen, was sie waren. Ich habe automatisch geschaut, wo ich Deckung hätte, wo ich reagieren könnte, habe Situationen anders wahrgenommen, intensiver, wachsamer.

Alltag im Einsatz Bundeswehr Wahrnehmung Straßen Deutschland PTBS

Menschenmengen waren nicht einfach nur viele Menschen. Sie waren unübersichtlich, schwer einzuordnen. Ich habe solche Situationen oft gemieden oder mir unbewusst Strategien gesucht, um mich sicherer zu fühlen. Ein Platz mit dem Rücken zur Wand, ein Blick auf den Eingang, immer ein Gefühl dafür, was um mich herum passiert. Dinge, die für andere selbstverständlich sind, bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Und das ist nichts, was irgendwann einfach verschwindet. Es verändert sich, wird mit der Zeit greifbarer, kontrollierbarer, aber es bleibt. Auch heute ist es noch da. Es zeigt sich vor allem in unruhigen Nächten, in denen der Schlaf fehlt, oder in Situationen, in denen diese alte Anspannung plötzlich wieder präsent ist. Vielleicht leiser als früher, vielleicht nicht mehr so überwältigend, aber es gehört dazu.

Genau deshalb war der Alltag im Einsatz Bundeswehr für mich lange kein Thema mehr.

Afghanistan war für mich vertraut gewesen. So widersprüchlich das klingen mag, aber dort kannte ich die Abläufe, die Situationen, die Art, wie man sich bewegt und denkt. Es hatte etwas, das sich irgendwann wie eine eigene Form von Alltag angefühlt hat. Mali dagegen war etwas völlig anderes. Ein anderes Land, ein anderer Einsatz, andere Bedingungen, nichts, worauf ich hätte zurückgreifen können.

Und dann, Jahre später, kam dieses Gespräch.

Ein Hauptmann trat auf mich zu und sagte, dass er als Kompaniechef in ein Kontingent nach Mali gehen würde und mich gern dabeihätte. Dieser Satz war nicht laut, nicht besonders dramatisch, aber er hat etwas in mir ausgelöst, das sich nicht mehr einfach wegschieben ließ.

Ich habe nicht sofort geantwortet. Weil ich selbst erst einmal verstehen musste, was das in mir auslöst.

Es ging nicht nur darum, ob ich das kann. Es ging darum, ob ich es mir zutraue. Ob ich bereit bin, mich bewusst wieder in eine Situation zu begeben, von der ich wusste, dass sie etwas in mir auslösen kann. Ob ich ehrlich genug zu mir selbst bin, um nicht aus einem falschen Pflichtgefühl heraus zu handeln.

Ich habe lange überlegt. Ich habe mit meinen Ärzten gesprochen, war erneut beim Psychologen, habe alles offen angesprochen, auch die Zweifel, auch die Unsicherheiten. Und natürlich war da dieses Bauchgrummeln. Alles andere wäre nicht ehrlich gewesen.

Wer solche Erfahrungen gemacht hat, geht nicht unbeschwert zurück.

Und gleichzeitig war da dieser andere Gedanke, der immer wieder kam. Für mich war es dieses Bild, dass es manchmal ist wie nach einem Sturz vom Pferd. Man bleibt nicht einfach liegen. Irgendwann steht man auf und fragt sich, ob man bereit ist, es noch einmal zu versuchen.

Alltag im Einsatz Bundeswehr Gedanken und innere Entscheidung

Ich wollte für mich wissen, ob es klappt.

Nicht, um etwas zu beweisen. Nicht, um stark zu wirken. Sondern für mich.

Während ich all das für mich sortiert habe, lief unser Alltag ganz normal weiter. Die Kinder waren da, mit ihrem Lachen, ihrem Streit, ihren ganz eigenen Themen. Für sie war alles, wie es immer war, und genau das hat diese Entscheidung noch einmal schwerer gemacht. Denn plötzlich entscheidet man nicht mehr nur für sich selbst.

Am Ende stand die Genehmigung für den Einsatz.

Und dann stand ich vor meiner eigenen Entscheidung.

Dieses Ja war kein leichtes Ja. Es war kein spontanes Ja. Es war ein Ja mit Zweifel, mit Respekt vor dem, was war, und mit dem Wissen, dass ich nicht mehr dieselbe war wie vor Afghanistan.

Mali war neu. Unbekannt. Nicht vergleichbar mit dem, was ich kannte. Und vielleicht war genau das der Punkt.

Alltag im Einsatz Bundeswehr Gedanken Entscheidung Sonnenuntergang

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, diesen Schritt zu gehen. Nicht, weil es sich leicht angefühlt hat, sondern gerade, weil es das nicht getan hat. Weil ich für mich wissen wollte, ob ich meinen Weg darin finde, auch mit allem, was ich erlebt habe und was bis heute ein Teil von mir ist.

Und vielleicht war genau das der Moment, in dem alles begonnen hat. Nicht laut, nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt.

Wie es danach weiterging, wie sich die Vorbereitung angefühlt hat und was es bedeutet, sich wirklich auf einen Einsatz einzulassen, erzähle ich dir im nächsten Teil. 💛

👉 Wenn du dir einen Überblick über die aktuellen Einsätze der Bundeswehr verschaffen möchtest, findest du hier alle Informationen aus erster Hand. 👇 👉 Bundeswehr – Einsätze im Überblick

👉 Auch das Thema PTBS wird hier aufgegriffen und zeigt, wie wichtig Unterstützung und Begleitungnach einem Einsatz sind.👇 👉 PTBS verständlich erklärt (Bundeswehr / Sozialdienst)

👉 Wer sich generell über psychische Belastungen und Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchte, findet hier viele hilfreiche Ansätze. 👇 👉 Deutsche Depressionshilfe (allgemein zu PTBS & psychischer Belastung)

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Karfreitagsgefecht 02.04.2010 – Erinnerung, die bleibt

Challenge Coins Bundeswehr als Erinnerung an Einsätze und das Karfreitagsgefecht 2010

Es gibt Tage, die nicht einfach vergehen, weil sie mehr sind als nur ein Datum im Kalender. Der 2. April 2010 gehört für viele genau zu diesen Tagen, denn er steht für einen Einschnitt, für Verluste und für Erinnerungen, die bis heute nachwirken und sich nicht abschütteln lassen, egal wie viele Jahre vergangen sind.

Während Karfreitag für viele Menschen in Deutschland mit Ruhe, Familie oder einem stillen Feiertag verbunden ist, hat dieser Tag im Jahr 2010 eine Bedeutung bekommen, die weit darüber hinausgeht, weil er für das steht, was Soldatinnen und Soldaten im Einsatz erleben können und was dieser Dienst im Ernstfall bedeutet. Das Karfreitagsgefecht ist seitdem nicht nur ein Begriff, sondern ein Symbol für die Realität eines Einsatzes, der lange Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung oft nur am Rand stattgefunden hat.

Wenn ich heute an diesen Tag denke, dann ist es nicht einfach eine Erinnerung, die man aus der Distanz betrachtet, sondern etwas, das sich nah anfühlt, fast so, als wäre es erst gestern gewesen. Ich erinnere mich an alles, als wäre es gestern, und genau das ist es, was solche Tage so besonders macht, weil sie sich nicht einordnen lassen wie andere Erinnerungen, sondern immer wieder auftauchen, mit Bildern, mit Gedanken und mit diesem Gefühl, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Die Bilder sind da und sie gehen nicht weg.

Und es sind nicht nur die Ereignisse selbst, die bleiben, sondern auch das, was danach kam. Ich erinnere mich an das Danach, an das Spalier, an diese besondere Stille, die sich über alles gelegt hat und die mehr gesagt hat als jedes gesprochene Wort. In diesen Momenten brauchte es keine langen Gespräche, weil jeder wusste, was der andere denkt und fühlt, und genau dieses stille Verstehen ist etwas, das man nur schwer erklären kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Karfreitag 2010 steht für Kameradschaft in ihrer tiefsten Form, für Zusammenhalt auch in den schwersten Momenten und für die Erkenntnis, dass Dienst in der Bundeswehr mehr bedeutet als das, was man von außen oft sieht. Es geht nicht nur um Auftrag und Struktur, sondern auch um Verantwortung, um Vertrauen und im schlimmsten Fall um den höchsten Preis, den ein Mensch geben kann.

An diesem Tag sind drei deutsche Soldaten gefallen:
Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.

Ihre Namen stehen stellvertretend für das, was an diesem Tag geschehen ist, und gleichzeitig erinnern sie daran, dass hinter jedem einzelnen Namen ein Leben steht, eine Geschichte, eine Familie und Menschen, für die sich an genau diesem Tag alles verändert hat. Es sind nicht nur Namen, die man liest oder hört, sondern sie gehören zu unserer Erinnerung, zu unserem Gedenken und zu dem, was wir nicht vergessen dürfen.

Das Karfreitagsgefecht hat vieles verändert, nicht nur für diejenigen, die direkt beteiligt waren, sondern auch für die Wahrnehmung in Deutschland. Plötzlich wurde sichtbarer, was Einsatz wirklich bedeutet, was es heißt, unter Gefahr zu stehen und Entscheidungen treffen zu müssen, die man sich vorher kaum vorstellen kann. Es hat gezeigt, dass hinter dem Begriff Einsatz keine abstrakte Idee steht, sondern eine Realität, die Menschen fordert, prägt und manchmal auch bricht.

Und trotzdem ist es wichtig, nicht nur auf die Härte dieses Tages zu schauen, sondern auch auf das, was ihn darüber hinaus ausmacht. Es ist die Kameradschaft, die bleibt, das Erinnern, das verbindet, und dieses leise Wissen, dass man solche Tage nicht hinter sich lässt, sondern mit sich trägt, ein Leben lang.

Manche Erinnerungen tragen wir nicht nur im Kopf, sondern auch in den Händen. Jeder Coin steht für einen Moment, für einen Einsatz, für Menschen, die man nie vergisst.

Challenge Coins Bundeswehr als Erinnerung an Einsätze und das Karfreitagsgefecht 2010
COINS – EIN STÜCK ERINNERUNG

Mit jedem Jahr, das vergeht, verändert sich vielleicht die Perspektive, aber nicht die Bedeutung. Die Erinnerungen werden nicht weniger, sie werden nur anders. Man spricht vielleicht seltener darüber, aber an einem Tag wie diesem sind sie sofort wieder da, präsent, greifbar und intensiv.

Karfreitag 2010 ist deshalb kein Tag, den man einfach abhakt. Es ist ein Tag, an dem man innehält, an dem man zurückblickt und an dem man sich bewusst macht, was er bedeutet hat und bis heute bedeutet. Für die Kameraden, für die Verwundeten, für die Familien und für alle, die diesen Tag in sich tragen.

Es geht nicht darum, jedes Detail zu kennen oder jede Situation nachvollziehen zu können, sondern darum, sich zu erinnern und das nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, was an diesem Tag geschehen ist. Erinnerung bedeutet in diesem Zusammenhang auch Verantwortung, weil sie dafür sorgt, dass die, die gefallen sind, nicht nur Teil der Vergangenheit bleiben, sondern auch Teil unseres heutigen Bewusstseins.

Und vielleicht ist genau das das Wichtigste, was bleibt. Dass wir uns erinnern. Dass wir die Namen kennen. Dass wir verstehen, dass hinter diesem Datum mehr steht als ein Ereignis.

Dass wir nicht vergessen.

Für Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.

Gedenken an die gefallenen Soldaten des Karfreitagsgefechts 2010 mit kniendem Soldaten vor deutscher Flagge
Wir stehen für die Flagge und wir knien für die Gefallenen.
In stillem Gedenken an Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.


Für alle, die gefallen sind.
Für alle, die diesen Tag bis heute mit sich tragen.
Ihr seid nicht vergessen.

👉 Weiterführende Informationen und Gedenken

👉 Bundeswehr – Gedenken an gefallene Soldaten
https://www.bundeswehr.de

👉 Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
https://www.volksbund.de

Gerade weil viele Dinge schwer greifbar sind, habe ich mit meinem Kinderbuch „Mama, warum trägst du eine Uniform?“ einen Weg gesucht, Kindern diese Welt behutsam näherzubringen.

👉 Mein Kinderbuch: Mama, warum trägst du eine Uniform

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Alltag Soldatin Mama im Alltag der Osterferien

Alltag Soldatin Mama mit Kindern in der Eisdiele

Mittwochmorgen, ich sitze im Homeoffice, der Tee steht neben mir und noch bevor der Tag richtig begonnen hat, läuft in meinem Kopf schon alles gleichzeitig. Aufgaben im Dienst, Termine, Gedanken an das, was heute noch kommt, und parallel dazu die Kinder, die Ferien und dieses Gefühl, dass gerade nichts wirklich leise ist, sondern alles gleichzeitig Raum braucht. Genau so fühlt sich mein Alltag Soldatin Mama in diesen Tagen an, dicht, lebendig und manchmal auch ein bisschen zu viel auf einmal.

Der Alltag Soldatin Mama bedeutet für mich nicht, dass sich Beruf und Familie sauber voneinander trennen lassen, sondern dass beides gleichzeitig stattfindet und oft ineinander übergeht.

Die Osterferien klingen im ersten Moment nach Entlastung, nach mehr Zeit und nach Tagen, die nicht komplett durchgetaktet sind, doch in der Realität bedeutet es auch, dass die Kinder zuhause sind, ihre Zeit genießen wollen und ich gleichzeitig versuche, meinen Aufgaben im Dienst gerecht zu werden. Es ist kein Entweder oder, sondern ein ständiges Nebeneinander, das sich durch den ganzen Tag zieht.

Alltag Soldatin Mama zwischen drei Jungs im Haus und einem Eis im Regen

Die Ferien haben direkt lebendig begonnen. Von Sonntag auf Montag hatte der Große Besuch zum Übernachten, und damit waren es plötzlich drei Jungs im Haus, denn der Krümmel war natürlich mittendrin. Es war laut, es war lebendig und es war genau dieses Durcheinander, das entsteht, wenn Kinder zusammen sind und eigentlich längst schlafen sollten, aber noch lange nicht daran denken.

Am nächsten Morgen standen sie trotzdem wieder da, als hätten sie durchgeschlafen, während ich mich kurz gefragt habe, woher diese Energie eigentlich kommt.

Am Nachmittag sind wir, obwohl es geregnet hat, noch in die Eisdiele gefahren, einfach um einmal rauszukommen, den Kopf freizubekommen und einen Moment zu schaffen, der sich nach Pause anfühlt. Oft sind es genau diese kleinen, spontanen Entscheidungen, die einen Tag verändern und ihn am Ende besonders machen.

Alltag Soldatin Mama Kinder essen Eisbecher in der Eisdiele während der Osterferien
Einfach zusammensitzen, ein Eis bestellen und den Moment genießen
Alltag Soldatin Mama mit Kindern in der Eisdiele
Manchmal sind es genau diese spontanen Momente, die den Tag besonders machen

Drei Kinder, ein Eiswagen und eine Entscheidung im Hintergrund

Dienstag war dann der Krümmel dran. Ein Freund war da und damit war das Haus wieder voller Leben, Stimmen aus dem Kinderzimmer, Spielzeug in jeder Ecke und dieses lebendige Chaos, das gleichzeitig fordernd und wertvoll ist. Genau solche Tage zeigen mir immer wieder, wie intensiv mein Alltag als Soldatin und Mama sein kann, weil sich alles gleichzeitig abspielt und ich mittendrin bin.

Und als wäre das alles noch nicht genug gewesen, hatten die drei auch noch richtig Glück. Kurz bevor der Besuch abgeholt wurde, kam der Eiswagen um die Ecke, der fast täglich direkt gegenüber von unserem Haus hält. Die Begeisterung war entsprechend groß und für jeden gab es noch zwei Kugeln Eis, mit Streuseln, die durften natürlich nicht fehlen. Einer dieser Momente, die nicht geplant sind und genau deshalb so besonders bleiben, weil sie den Alltag Soldatin Mama genau so zeigen, wie er ist, ungeplant, lebendig und voller kleiner Highlights.

Während ich da stand, mit drei glücklichen Kindern und klebrigen Fingern vom Eis, lief im Hintergrund noch etwas ganz anderes. Für unser Kinderbuch lag ein konkretes Angebot von RTL auf dem Tisch, ein Werbespot, der im Fernsehen ausgestrahlt werden sollte, mit fester Ausspielung und entsprechender Reichweite.

Ich habe wirklich darüber nachgedacht, weil es natürlich eine große Chance ist, das Buch sichtbarer zu machen und noch mehr Familien zu erreichen. Gleichzeitig habe ich aber auch gespürt, wie voll gerade alles ist, im Dienst, zuhause und mit allem, was parallel läuft. Gerade in einem Alltag Soldatin Mama wird einem in solchen Momenten bewusst, dass man nicht alles gleichzeitig machen kann, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

Am Ende habe ich mich bewusst dagegen entschieden. Nicht, weil es kein gutes Angebot war, sondern weil ich gemerkt habe, dass ich gerade nicht noch mehr auf einmal möchte, sondern den Dingen, die bereits da sind, wirklich gerecht werden will. Vielleicht ist genau das auch ein Teil meines Alltag Soldatin Mama, nicht jede Chance sofort zu ergreifen, sondern bewusst zu entscheiden, was gerade wirklich passt.

Gemeinsame Abende und kleine Auszeiten im Alltag

Am Abend waren wir im JO3 American Bar in Euskirchen, ein Ort, an dem man schnell ankommt, ohne viel nachdenken zu müssen und an dem man sich auch mit Kindern sofort wohlfühlt. Die Atmosphäre ist entspannt und modern, gleichzeitig aber so offen, dass Familien hier ganz selbstverständlich dazugehören. Auf der Karte findet jeder etwas, von klassischen Burgern bis hin zu einfachen Gerichten, die genau das Richtige sind, wenn man einfach zusammensitzen möchte, ohne großen Aufwand, und genau solche Abende sind es, die den Alltag Soldatin Mama ein Stück leichter machen.

Alltag Soldatin Mama Abendessen JO3 Euskirchen mit Kindern
Einfach zusammensitzen, essen und für einen Moment alles andere ausblenden

Den Abend haben wir im JO3 American Bar in Euskirchen verbracht, einem Ort, der perfekt ist, wenn man einfach entspannt mit Kindern essen gehen möchte.

Zwischen Homeoffice, neuer Verantwortung und DinoXperience

Mittwoch bringt wieder etwas Struktur hinein, zumindest auf dem Papier, denn ich sitze im Homeoffice, arbeite meine Aufgaben ab und weiß gleichzeitig, dass der Tag noch lange nicht vorbei ist und noch einiges auf uns wartet.

Im Dienst ist gerade viel in Bewegung, neue Verantwortung, neue Aufgaben und genau in dieser Phase finde ich mich gerade wieder. Seit heute bin ich offiziell Sachgebietsleiterin meines kleinen, feinen Sachgebietes, was mich stolz macht und gleichzeitig mit Verantwortung verbunden ist, denn es bedeutet Entscheidungen zu treffen, den Überblick zu behalten, für mein Team da zu sein und all das im Blick zu haben, während die nächsten Themen bereits anstehen.

Zusätzlich bin ich ab heute auch Inklusionsbeauftragte, ein Thema, das mir persönlich besonders wichtig ist, weil es um Menschen, um Teilhabe und um eine Umsetzung im Alltag geht, die wirklich funktioniert und nicht nur auf dem Papier gut aussieht.

Während sich im Dienst vieles neu sortiert, läuft zuhause alles ganz normal weiter, und genau darin zeigt sich für mich immer wieder, wie sehr sich beides miteinander verbindet.

Und genau an diesem Punkt ging es für mich noch einmal raus aus dem Homeoffice und hinein in die Kaserne zu einer Besprechung, zwei Stunden voller Fokus, Austausch und Entscheidungen, bevor direkt wieder ein kompletter Wechsel anstand.

Denn ich hatte für uns die DinoXperience in Königswinter gebucht, ein Erlebnis rund um Dinosaurier mit großen Figuren, Bewegungen und Geräuschen, die Kinder sofort in ihren Bann ziehen und in eine ganz eigene Welt mitnehmen. Schon beim Reingehen war klar, dass das genau ihr Ding ist, große Augen, viele Fragen und dieses ehrliche Staunen, das Kinder haben, wenn sie etwas wirklich begeistert.

👉 Die DinoXperience in Königswinter kannst du hier finden:
https://www.dinoxperience.de

Gerade solche Momente zeigen mir immer wieder, wie besonders der Alltag Soldatin Mama ist, denn eben noch war ich im dienstlichen Kontext, konzentriert und strukturiert, und kurz darauf stehe ich mit meinen Kindern vor einem Dinosaurier, höre ihnen zu und versuche, ganz bewusst in diesem Moment anzukommen.

Vielleicht ist genau das der Alltag Soldatin Mama, dieses ständige Umschalten zwischen Verantwortung und Familienzeit, ohne dabei den Bezug zu verlieren.

Kleine Momente dazwischen

Zwischen all dem gibt es immer wieder diese ruhigen Augenblicke, die fast unscheinbar wirken, aber genau das Gleichgewicht halten, wie ein einfacher Abendsnack zuhause, ein paar Brombeeren auf dem Tisch und für einen Moment einfach nichts müssen.

Alltag Soldatin Mama Snack zuhause mit Brombeeren
Zwischen all dem Trubel sind es oft die kleinen Pausen, die zählen

Ostern ohne Perfektion

Morgen geht es direkt weiter. Der Große ist auf einen Kindergeburtstag eingeladen und sie gehen ins Kino. Der Krümmel möchte natürlich auch mit, also werde ich beide hinbringen und mit ihm parallel im Kino sitzen, während der Große mit seinen Freunden unterwegs ist.

Und dann ist da schon Karfreitag.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nichts für Ostern vorbereitet. Keine Geschenke, keine große Dekoration, nichts durchgeplant. Das Einzige, was bisher hängt, ist der Osterkranz an der Tür.

Alltag Soldatin Mama Osterkranz Tür Dekoration Zuhause
Nicht perfekt vorbereitet, aber mit Herz

Alltag Soldatin – Mama bedeutet nicht Perfektion

Die Kinder erinnern sich nicht daran, ob alles perfekt vorbereitet war. Sie erinnern sich an die Eisdiele im Regen, an den Eiswagen, an Freunde im Haus, an gemeinsame Abende, an Dinosaurier und an genau diese Tage, die vielleicht voll waren, aber eben auch besonders.

Ja, ich bin müde. Ja, es ist viel. Und ja, manchmal fühlt es sich an, als würde alles gleichzeitig passieren.

Aber gleichzeitig ist es genau dieses Leben, das ich mir aufgebaut habe. Nicht perfekt, aber echt.

Vielleicht ist genau das der Alltag als Soldatin und Mama. Nicht alles unter Kontrolle zu haben, sondern trotzdem weiterzugehen und die Momente zu sehen, die bleiben.

Herz voraus.

Wenn du mehr über meinen Weg erfahren möchtest, schau dir auch meinen Beitrag zu unserem ersten Jahr zu dritt an.

👉 https://transformwithheart.de/schrankzimmer-mit-doppelstockbett-nach-trennung/

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Leben als Soldatin und Mutter – zwischen Dienst, Familie und ganz normalen Tagen

Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich, Dienst und Familie miteinander zu verbinden.

Viele Menschen stellen sich das Leben bei der Bundeswehr sehr klar und vielleicht auch etwas einseitig vor. Uniform, Dienst, Fahrzeuge, Ausbildung oder Einsätze sind oft die ersten Bilder, die dabei entstehen. Was dabei schnell in den Hintergrund gerät, ist, dass hinter jeder Uniform auch ein ganz normales Leben steht. Ein Leben mit Familie, Kindern, Terminen, Hausaufgaben, Brotdosen am frühen Morgen und manchmal auch ziemlich wenig Schlaf.

Für mich bedeutet das Leben als Soldatin und Mutter genau diese Mischung. Mein Alltag bewegt sich zwischen Verantwortung im Dienst bei der Bundeswehr und den vielen kleinen Momenten zu Hause, die genauso wichtig sind. Zwischen Kameraden und Kameradinnen im Dienst, Schulranzen am Küchentisch und dem ganz normalen Familienleben entsteht ein Alltag, der manchmal herausfordernd ist, sich für mich aber längst ganz selbstverständlich anfühlt.


Ein Morgen, der früher beginnt als bei vielen anderen

Mein Tag beginnt meistens um 5:20 Uhr, wenn im Haus noch alles ruhig ist. Während draußen oft noch Dunkelheit herrscht und die Kinder tief schlafen, stehe ich auf, ziehe mich halb an und gehe nach unten in die Küche. Dort beginnt der erste Teil unseres Familienalltags.

Ich bereite die Brotdosen vor, schmiere Brote und versuche dabei schon ein wenig Struktur in den kommenden Tag zu bringen. Diese ruhige Zeit am Morgen gehört inzwischen fest zu meiner Routine, auch wenn sie manchmal sehr früh beginnt.

Gegen 5:50 Uhr logge ich mich bereits von zu Hause aus in den Dienst-PC ein und erledige die ersten Aufgaben. Dieser kleine Vorsprung am Morgen hilft mir, später im Tagesverlauf flexibler zu bleiben.


Soldatin und Mutter – zwei Welten, die zusammengehören

Um 6:20 Uhr wecke ich dann den Großen. Während er sich fertig macht und anzieht, nutze ich die Zeit, um selbst vollständig fertig zu werden, Zähne zu putzen und mich komplett anzuziehen. Danach setze ich mich meist noch einmal kurz an den Dienst-PC, bevor der nächste Abschnitt des Morgens beginnt.

Um 6:50 Uhr hole ich ihn nach unten. Wir ziehen unsere Jacken an, nehmen unseren Hund mit und gehen gemeinsam zur Bushaltestelle. Diese wenigen Minuten auf dem Weg sind oft ein kleiner Moment des Durchatmens, bevor der Tag richtig beginnt.

Wenn der Bus abgefahren ist, gehe ich wieder nach Hause. Um 7:00 Uhr wecke ich den Mini, der etwas später in den Tag startet. Nachdem auch er fertig ist, bringe ich ihn zur Schule und fahre anschließend selbst in den Dienst.


Die Stunden im Dienst

Je nach Stundenplan des Minis fahre ich zwischen 12:00 und 13:00 Uhr wieder vom Dienst nach Hause und arbeite von dort im Homeoffice weiter. Diese Mischung aus Dienst und Homeoffice hilft mir dabei, Familie und Beruf besser miteinander zu verbinden.

Die Stunden im Dienst sind für mich dennoch sehr wichtig. Dort bin ich nicht nur Mama, sondern Soldatin. Ich arbeite mit meinen Kameraden und Kameradinnen zusammen, tausche mich mit ihnen aus, bespreche Aufgaben und habe Gespräche mit anderen Erwachsenen.

Gerade dieser Teil des Tages tut manchmal auch einfach gut, weil man kurz aus der reinen Mama-Rolle herauskommt und wieder ganz in der eigenen beruflichen Welt ist.


Der Familiennachmittag

Die Kinder kommen meist zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule nach Hause. Unser gemeinsames Mittagessen findet deshalb meistens erst gegen 15:30 Uhr statt.

Danach beginnt der typische Familiennachmittag. Hausaufgaben werden gemacht, für Tests wird gelernt, Termine stehen an, und natürlich wird auch gespielt und getobt. Manche Tage sind ruhig und laufen ganz entspannt ab, während andere Tage sich eher wie ein kleiner organisatorischer Marathon anfühlen.


Der Abend im Familienalltag

Unter der Woche gehen die Kinder gegen 20:00 Uhr ins Bett. Wenn im Haus langsam Ruhe einkehrt, beginnt für mich meistens noch ein weiterer Teil des Tages.

Dann wird noch schnell aufgeräumt, Wäsche gemacht, Dinge vorbereitet oder einfach erledigt, was tagsüber liegen geblieben ist. Erst wenn all diese kleinen Aufgaben erledigt sind, wird es wirklich ruhig.

Meistens falle ich gegen 22:00 Uhr ziemlich müde ins Bett und weiß, dass am nächsten Morgen wieder ein neuer Tag beginnt.


Warum das Leben als Soldatin und Mutter für mich normal ist

Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei völlig getrennte Welten zu haben. Es bedeutet vielmehr, beide Seiten miteinander zu verbinden.

Die Verantwortung im Dienst, die Zusammenarbeit mit Kameraden und Kameradinnen und die Aufgaben bei der Bundeswehr gehören genauso zu meinem Leben wie die Zeit mit meinen Kindern, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente im Alltag.

Vielleicht ist genau diese Mischung das, was meinen Alltag ausmacht. Zwischen Uniform und Familienleben entsteht ein ganz normales Leben, das manchmal anstrengend ist, oft chaotisch, aber gleichzeitig auch unglaublich wertvoll.


Am Ende ist unser Alltag wahrscheinlich gar nicht so anders als in vielen anderen Familien. Es gibt Tage, an denen alles ruhig läuft, und andere Tage, an denen gefühlt alles gleichzeitig passiert.

Die Bundeswehr gehört zu meinem Leben genauso dazu wie meine Kinder, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente dazwischen. Hinter der Uniform stehen eben nicht nur Dienst und Verantwortung, sondern auch Familie, Lachen, Hausaufgaben und manchmal einfach ein ganz normaler, chaotischer Alltag.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis. Soldatin zu sein und Mutter zu sein schließt sich nicht aus. Für mich gehört beides zusammen.

Eventuell wirkt dieser Alltag für manche Menschen ungewöhnlich oder schwer vorstellbar. Für mich ist er allerdings längst ganz normal geworden. Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei getrennte Welten zu haben, sondern beide Seiten meines Lebens miteinander zu verbinden.

Zwischen Dienst, Kameraden und Kameradinnen, Schule, Hausaufgaben, Familienmomenten und den vielen kleinen Dingen des Alltags entsteht einfach unser ganz normales Leben.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder etwas wissen möchtest, das ich in diesem Artikel vielleicht noch nicht angesprochen habe, dann schreib es gerne in die Kommentare. Für mich ist vieles davon inzwischen Alltag und Normalität geworden, aber ich weiß auch, dass es für Außenstehende oft spannend oder überraschend sein kann.


Weitere Einblicke rund um Bundeswehr und Alltag

Wenn dich das Leben bei der Bundeswehr interessiert, findest du auf meinem Blog noch weitere Beiträge zu diesem Thema.

👉 Hier findest du weitere Beiträge rund um die Bundeswehr

Wenn du dich allgemein für die Arbeit der Bundeswehr interessierst, findest du auch auf der offiziellen Seite viele Informationen über Aufgaben, Struktur und Einsätze.

👉 https://www.bundeswehr.de

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Unser erstes Bundeswehr Buch unter Pseudonym – ein Anfang, den damals niemand gesehen hat

erstes Bundeswehr Buch Unnützes Wissen mit über 250 Fun Facts aus dem Alltag der Truppe

Mein erstes Bundeswehr Buch entstand auf eine Weise, die rückblickend fast typisch für einen Anfang ist, der noch niemandem wirklich auffällt. Manchmal beginnen Dinge ganz leise, ohne große Ankündigung, ohne Aufmerksamkeit und ohne dass viele Menschen überhaupt mitbekommen, dass gerade etwas Neues entsteht, und genau so war es mit diesem ersten Bundeswehr Buch, das lange bevor unsere Kinderbücher entstanden sind und lange bevor ich begonnen habe, offener über meine Projekte, meinen Alltag zwischen Familie und Bundeswehr und meine Gedanken zum Schreiben zu sprechen, bereits einmal entstanden ist.

Damals war vieles noch neu für mich, vieles noch vorsichtig und ehrlich gesagt auch ein bisschen ein Experiment. Die Idee, ein eigenes Buch zu schreiben, hatte mich schon eine ganze Weile begleitet, doch der Schritt von einer Idee zu einem tatsächlich veröffentlichten Buch fühlte sich zunächst noch ungewohnt und auch ein wenig unsicher an.

erstes Bundeswehr Buch Unnützes Wissen mit über 250 Fun Facts aus dem Alltag der Truppe

Deshalb erschien dieses erste Buch auch nicht unter meinem echten Namen, sondern unter einem Pseudonym. Der Name lautete damals Lia Falkenrot, und für mich fühlte sich das zu diesem Zeitpunkt wie eine kleine Absicherung an, weil ich ausprobieren wollte, ob der Weg als Autorin überhaupt etwas für mich ist, ohne mich sofort mit meinem eigenen Namen sichtbar zu machen.

Heute sehe ich diesen Schritt mit einem Lächeln, aber damals war er genau richtig, weil er mir die Freiheit gegeben hat, einfach auszuprobieren, ohne den Druck zu spüren, sofort perfekt sein zu müssen.

Wie die Idee zu unserem ersten Bundeswehr Buch entstand

Während meiner Zeit bei der Bundeswehr sind mir immer wieder kleine Dinge aufgefallen, die Außenstehende oft gar nicht kennen oder sich ganz anders vorstellen. Viele Menschen verbinden mit der Bundeswehr vor allem Fahrzeuge, Einsätze, Ausbildung oder Uniformen, doch der eigentliche Alltag besteht aus vielen kleinen Momenten, aus Traditionen, aus Humor, aus Kameradschaft und aus Situationen, die man oft erst versteht, wenn man selbst einmal Teil dieser Welt gewesen ist.

Genau aus diesen vielen kleinen Beobachtungen entstand nach und nach die Idee für mein erstes Bundeswehr Buch, in dem ich kurze und unterhaltsame Fakten über den Alltag der Truppe sammeln wollte. Während ich begann, diese Gedanken aufzuschreiben, merkte ich schnell, dass sich daraus tatsächlich ein größeres Projekt entwickeln könnte.

Ich begann damit, kleine Notizen zu sammeln, Situationen aufzuschreiben, über die man schmunzeln kann, Details festzuhalten, die Soldaten sofort wiedererkennen, und kleine Geschichten zu formulieren, bei denen Außenstehende manchmal überrascht sind, weil sie zeigen, wie vielseitig und manchmal auch wie humorvoll der Alltag bei der Bundeswehr tatsächlich sein kann. Genau aus diesen vielen kleinen Beobachtungen entwickelte sich schließlich Schritt für Schritt mein erstes Bundeswehr Buch.

Aus diesen Gedanken entstand schließlich das Buch „Unnützes Wissen: Bundeswehr – Über 250 Fun Facts aus dem Alltag der Truppe“. Dieses erste Bundeswehr Buch ist eine Sammlung aus über zweihundert kurzen Fakten, die sich mit ganz unterschiedlichen Bereichen des Bundeswehralltags beschäftigen, von Ausbildung und Kasernenleben über Fahrzeuge und Technik bis hin zu Kameradschaft, Traditionen und vielen kleinen Situationen, die für Soldaten ganz selbstverständlich sind, für Außenstehende jedoch oft überraschend wirken.

Ein Blick in unser erstes Bundeswehr Buch

Dieses erste Bundeswehr Buch sollte damals vor allem zeigen, wie viele kleine Geschichten und Beobachtungen sich im Alltag der Truppe verstecken.

Illustration von Bundeswehr Stiefeln aus dem Buch Unnützes Wissen mit Fun Fact aus dem Alltag der Truppe
Eine der vielen humorvollen Illustrationen aus unserem ersten Bundeswehr Buch mit Fun Facts aus dem Alltag der Truppe.

Es beginnt mit kuriosen Geschichten aus der Kaserne, führt weiter über Fahrzeuge, Flugzeuge und Technik und beschäftigt sich später auch mit Ausbildung, Übungen, Bürokratie, Traditionen und Kameradschaft.

Gerade diese Mischung aus humorvollen Beobachtungen und kleinen Einblicken in den Alltag bei der Truppe macht den Charakter dieses Buches aus, weil viele dieser Situationen für Soldaten sofort vertraut wirken, während Außenstehende oft erst durch solche Geschichten verstehen, wie vielseitig dieser Alltag eigentlich ist.

Ein erstes Buch ist selten perfekt

Inhaltsverzeichnis aus dem Bundeswehr Buch Unnützes Wissen mit Kapiteln über Kaserne, Fahrzeuge, Ausbildung und Kameradschaft
Ein Blick in unser erstes Bundeswehr Buch

Wenn ich heute auf dieses erste Buch zurückblicke, sehe ich allerdings nicht nur die vielen kleinen Fun Facts, sondern auch sehr deutlich, dass wir damals tatsächlich noch ganz am Anfang standen und vieles zum ersten Mal gemacht haben.

Natürlich haben wir versucht, alles so sorgfältig wie möglich umzusetzen, doch im Rückblick erkennt man an manchen Stellen auch, dass uns damals einfach noch die Erfahrung im Bereich Buchgestaltung und Layout gefehlt hat.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Inhaltsverzeichnis, bei dem man sehen kann, dass die Formatierung nicht ganz perfekt geworden ist und einige Zeilen leicht verschoben wirken.

Solche kleinen Dinge passieren schnell, wenn man ein Buchprojekt zum ersten Mal umsetzt, weil man erst während des Prozesses wirklich lernt, worauf es bei der Gestaltung und Struktur eines Buches ankommt.

Heute würde ich einige Details wahrscheinlich anders lösen, doch gleichzeitig finde ich es auch schön, dass dieses Buch genau so existiert, wie es damals entstanden ist, weil es sehr ehrlich zeigt, wie ein erstes Projekt aussehen kann, wenn man gerade beginnt, eigene Ideen in die Tat umzusetzen.

Warum unser erstes Bundeswehr Buch niemand gekauft hat

Nachdem das Buch schließlich fertig geschrieben und veröffentlicht war, kam der Moment, in dem es tatsächlich online verfügbar war und theoretisch von jedem entdeckt werden konnte. Doch danach passierte erst einmal gar nichts.

Es gab keine Verkäufe, keine Rezensionen und auch keine Rückmeldungen von Lesern, was im ersten Moment natürlich ein wenig ernüchternd wirken kann. Der Grund dafür war allerdings ziemlich einfach.

Ich hatte niemandem davon erzählt. Ich habe damals keinerlei Werbung für das Buch gemacht, weder im Freundeskreis noch in der Familie, und auch auf Social Media habe ich das Buch überhaupt nicht erwähnt. Es gab keinen Beitrag, keine Vorstellung und keine Verlinkung, sodass im Grunde niemand wusste, dass dieses Buch überhaupt existiert.

Rückblickend wirkt das natürlich fast ein wenig absurd, denn ein Buch zu veröffentlichen und gleichzeitig nicht darüber zu sprechen, ist natürlich keine besonders gute Voraussetzung dafür, dass Menschen es entdecken oder lesen.

Warum dieses Buch trotzdem unglaublich wichtig war

Trotzdem war dieses erste Bundeswehr Buch für mich ein unglaublich wichtiger Schritt, weil es mir gezeigt hat, dass eine Idee tatsächlich Wirklichkeit werden kann.

Ein Buch zu schreiben ist das eine, doch ein Buch wirklich fertigzustellen, zu veröffentlichen und damit sichtbar in die Welt zu bringen, fühlt sich noch einmal ganz anders an, weil aus einem Gedanken plötzlich etwas Greifbares entsteht.

Dieses Projekt hat mir Mut gemacht, weil ich dadurch gelernt habe, dass ich in der Lage bin, ein Buch von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung selbst umzusetzen und meine eigenen Gedanken tatsächlich in ein fertiges Projekt zu verwandeln.

Heute sehe ich dieses erste Bundeswehr Buch deshalb nicht als Misserfolg, sondern als meinen Anfang. Es war ein stiller Anfang, den damals kaum jemand gesehen hat, der für mich persönlich jedoch unglaublich wichtig war, weil ohne diesen ersten Schritt viele der Projekte, die später entstanden sind, vermutlich niemals begonnen hätten.

Wie sich mein Leben heute zwischen Familie, Bundeswehr und neuen Projekten entwickelt hat, habe ich in einem anderen Beitrag bereits ausführlicher beschrieben.

👉 https://transformwithheart.de/haus-suchen-nach-trennung-mit-kindern/

Unser erstes Bundeswehr Buch gibt es noch heute

Auch wenn unser erstes Bundeswehr Buch damals kaum jemand entdeckt hat, bleibt es für mich der Anfang meiner Reise als Autorin.

Wer neugierig geworden ist und sehen möchte, wie dieses erste Projekt damals ausgesehen hat, kann es hier finden:

👉 https://amzn.eu/d/01iyRn5i

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus dieser Erfahrung, denn nicht jeder Anfang muss perfekt sein und nicht jedes Projekt startet mit großer Aufmerksamkeit.

Manchmal beginnt etwas ganz leise, und manchmal ist genau dieser stille Anfang der erste Schritt zu etwas viel Größerem.

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