Kategorie: Hinter den Kulissen

Ehrliche Einblicke in mein Leben jenseits der Social-Media-Posts. Gedanken, Wendepunkte, Herausforderungen und Momente, die nicht immer laut, aber prägend waren.

Kommunion Vorbereitung: Die letzten Tage vor dem großen Tag

Kommunion Vorbereitung mit Kommunionkerzen während der Generalprobe

Kommunion Vorbereitung klingt erst einmal nach Kerze, Kleidung und Kirche. In Wirklichkeit steckt aber deutlich mehr dahinter. In den letzten Tagen vor der Erstkommunion vom Krümel standen bei uns noch einige Termine und Erledigungen an. Von der aufgearbeiteten Taufkerze über die Generalprobe bis hin zum Friseurtermin, neuen Schuhen für Mama und der Reservierung für die Feier nach dem Gottesdienst war alles dabei. Da unser Umzug zum 1. Juli ebenfalls immer näher rückt, blieb für den Blog zuletzt etwas weniger Zeit. Das echte Leben hat eben manchmal Vorrang. Heute möchten wir euch deshalb mitnehmen durch unsere ganz persönliche Kommunion Vorbereitung.

Kommunion Vorbereitung mit Taufkerze statt neuer Kommunionkerze

Bei der Kerze war der Krümel von Anfang an sehr klar.

Er wollte keine extra Kommunionkerze.

Sein großer Bruder hatte damals eine eigene Kommunionkerze bekommen, aber der Krümel wollte unbedingt seine Taufkerze nehmen. Irgendwie fand ich das auch sehr schön, denn diese Kerze begleitet ihn schon seit seiner Taufe und gehört damit zu seiner eigenen kleinen Geschichte.

Klebebuchstaben und Zahlen für die Aufarbeitung einer Taufkerze zur Erstkommunion
Mit diesen Klebebuchstaben wurden die fehlenden Buchstaben und Zahlen auf der Taufkerze ergänzt.

Allerdings ist eine Taufkerze nach einigen Jahren natürlich nicht mehr ganz perfekt. Einige Buchstaben und Zahlen hatten sich gelöst und mussten ersetzt werden.

Für die fehlenden Buchstaben und Zahlen haben wir uns mit günstigen Klebebuchstaben von Amazon beholfen. Die Sets kosten je nach Anbieter oft weniger als 5 Euro und eignen sich gut, um ältere Kerzen wieder aufzufrischen.

Klebebuchstaben und Zahlen für Kerzen bei Amazon

Taufkerze mit fehlenden Buchstaben vor der Vorbereitung zur Erstkommunion
Nach vielen Jahren waren einige Buchstaben und Zahlen nicht mehr vollständig vorhanden.
Einzelne Klebebuchstaben und Zahlen werden für die Kommunionkerze vorbereitet
Geduld war gefragt. Die kleinen Buchstaben und Zahlen mussten einzeln aufgeklebt werden.

Trotzdem war es eine ziemliche Fummelarbeit.

Und wer mich kennt, weiß, dass so etwas nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung ist. Kleine Buchstaben, winzige Zahlen, Punkte, Fische und dann alles möglichst gerade auf eine Kerze setzen. Das ist ungefähr genau die Art von Arbeit, bei der ich zwischendurch mehrmals tief durchatmen muss.

Am Ende hat es aber geklappt.

Aufbereitete Taufkerze mit Kommunionsdatum 07.06.2026
Die Taufkerze ist bereit für die Erstkommunion.

Die fehlenden Buchstaben und Zahlen waren ergänzt, das Kommunionsdatum stand auf der Kerze und der Krümel konnte seine Taufkerze tatsächlich als Kommunionkerze mitnehmen. Für ihn war genau das wichtig und manchmal sind es ja gerade diese persönlichen Entscheidungen, die so einen Tag besonders machen.

Kommunion Vorbereitung: Generalprobe in der Kirche

Am Freitag ging es dann um 17:00 Uhr zur Generalprobe in die Kirche.

Dort wurde noch einmal alles für den Sonntag durchgesprochen. Wo stehen die Kinder, wann gehen sie nach vorne, wie läuft der Gottesdienst ab und was müssen sie beachten. Für die Kinder ist das natürlich aufregend, aber auch für uns Eltern ist es schön, wenn man vorher einmal einen Eindruck bekommt, wie der große Tag ablaufen wird.

Altar während der Generalprobe zur Erstkommunion 2026
Bei der Generalprobe wurden die letzten Abläufe für den großen Tag besprochen.
Kommunionkerzen der Kinder während der Generalprobe in der Kirche
Die Kerzen wurden bereits für den Gottesdienst am Sonntag bereitgestellt.

Die Kerzen wurden bei der Generalprobe ebenfalls direkt für Sonntag bereitgestellt.

Das war ein besonderer Moment, weil man dort auf einmal gesehen hat, wie viele Kinder diesen Weg gemeinsam gehen. Jede Kerze sah anders aus, jede hatte ihre eigene Geschichte und unsere Taufkerze stand nun mittendrin.

Da wurde mir dann doch noch einmal bewusst, dass es wirklich soweit ist.

Der Krümel wird morgen seine Erstkommunion feiern.

Kommunion Vorbereitung: Die letzten Einkäufe

Heute standen dann noch die letzten Erledigungen auf dem Plan.

Eigentlich dachte ich, dass wir nach unserem Ausflug ins Designer Outlet Roermond alles erledigt hätten. Dort hatten wir schon einiges für die Kommunion besorgt und waren mit deutlich mehr Tüten nach Hause gekommen, als ursprünglich geplant war.

Aber wie das eben so ist, fehlte dann doch noch etwas.

Mama brauchte noch Schuhe.

Also ging es heute noch einmal los zum Einkaufen. Nicht stundenlang und nicht völlig planlos, aber eben noch einmal mit dem Ziel, die letzten Dinge für Sonntag passend zu machen. Denn wenn die Kinder angezogen sind, die Kerze fertig ist und die Feier organisiert wurde, fällt einem natürlich auf, dass man selbst auch noch vollständig angezogen erscheinen sollte.

Friseurtermin für Fabian

Fabian war heute ebenfalls noch beim Friseur.

Auch wenn es bei der Kommunion morgen natürlich um den Krümel geht, soll der große Bruder selbstverständlich ebenfalls ordentlich aussehen. Gerade bei Familienfesten finde ich es schön, wenn alle ein bisschen vorbereitet sind und sich auf den Tag einstellen.

Für Fabian gehört so ein Friseurtermin inzwischen einfach dazu. Danach sieht alles wieder frisch aus und man merkt direkt, dass ein besonderer Anlass bevorsteht.

Kommunion Vorbereitung: Auch Mama macht sich bereit

Ich habe mir heute außerdem noch schnell die Nägel machen lassen.

Frisch gemachte Fingernägel für die Kommunionfeier

Ganz ehrlich: Das ist normalerweise nicht wirklich mein Ding.

Ich bin niemand, der ständig im Nagelstudio sitzt oder immer perfekt gemachte Nägel braucht. Im Alltag muss es bei mir meistens praktisch sein. Arbeit, Kinder, Haushalt, Hund, Termine und der ganz normale Familienwahnsinn lassen für solche Dinge oft wenig Raum.

Aber für die Kommunion am Sonntag fand ich es einfach angemessen.

Manchmal darf man sich als Mama eben auch selbst ein kleines bisschen vorbereiten und nicht nur an Kleidung, Schuhe, Kerze, Kinder, Essen und Organisation denken. Also gibt es morgen auch für mich frisch gemachte Nägel.

Unsere Reservierung im JO3

Ein wichtiger Punkt war heute auch noch die Reservierung im JO3.

Für die Feier nach der Kommunion haben wir einen Tisch im JO3 reserviert. Da für Sonntag gutes Wetter angekündigt ist, konnten wir unseren Platz sogar noch in den Außenbereich verlegen.

JO3 American Bar & Restaurant Euskirchen

Jetzt hoffen wir natürlich, dass das Wetter morgen wirklich mitspielt.

Am Ende werden wir ungefähr neun Personen sein. Mit Oma und Opa, Familie und den wichtigsten Menschen um uns herum. Es wird keine riesige Feier, aber genau das passt für uns. Schön, persönlich und hoffentlich entspannt.

JO3 American Bar Restaurant als Ort der Familienfeier nach der Kommunion

Der Kommunionkuchen ist auch bereit

Natürlich durfte auch der Kuchen nicht fehlen.

Kuchen zur Erstkommunion von Florian mit Datum und christlichen Symbolen
Auch der Kommunionkuchen wartet bereits auf seinen großen Auftritt.

Wenn man die Kommunion Vorbereitung so Stück für Stück abhakt, ist der Kuchen fast schon der Moment, in dem man merkt, dass der Tag wirklich direkt bevorsteht. Kleidung hängt bereit, Kerze ist vorbereitet, Restaurant ist organisiert, Friseur und Nägel sind erledigt und der Kuchen wartet ebenfalls auf seinen Einsatz.

Es sind viele kleine Bausteine, die am Ende zusammengehören.

Kommunion Vorbereitung zwischen Vorfreude und Familienchaos

Ich glaube, genau so fühlt sich die letzte Kommunion Vorbereitung an.

Da ist die Vorfreude auf den großen Tag.

Dazu kommt die Aufregung, ob wirklich alles klappt.

Gleichzeitig herrscht das ganz normale Familienchaos, das wohl zu jeder größeren Feier dazugehört.

Und zwischendurch die Frage, ob man wirklich an alles gedacht hat.

Bei uns kommt gerade zusätzlich noch dazu, dass der Umzug zum 1. Juli immer näher rückt. Deshalb läuft hier sowieso schon vieles parallel. Kartons, Termine, Alltag, Schule, Dienst und dann noch die Kommunion. Manchmal kommt das echte Leben einfach dazwischen und man schafft nicht alles genau dann, wann man es eigentlich geplant hatte.

Aber am Ende ist das auch okay.

Morgen zählt nicht, ob jede Kleinigkeit perfekt ist. Morgen zählt, dass der Krümel seinen großen Tag erleben darf. Mit seiner Taufkerze, seiner Familie, seiner Feier und hoffentlich ganz vielen schönen Erinnerungen.

Und wenn dann doch irgendetwas nicht ganz nach Plan läuft, dann gehört auch das irgendwie zu unserer Geschichte dazu.


Unser Ausflug ins Designer Outlet Roermond gehörte ebenfalls zu den letzten Vorbereitungen, denn dort haben wir noch nach passender Kleidung für die Kommunion gesucht.

Weitere Informationen zur Erstkommunion und ihrer Bedeutung findet ihr zum Beispiel auf der Seite der katholischen Kirche.

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Gedenkfeier in Bielefeld zum Karfreitagsgefecht 02.04.2010

Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht Denkmal mit Kränzen

Ein Tag, der mehr ist als Erinnerung

Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht Denkmal mit Kränzen
Kranzniederlegung am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld

Die Gedenkfeier Bielefeld Karfreitagsgefecht ist ein Tag, der sich nicht einfach einordnen lässt, weil er mehr ist als ein Datum im Kalender und mehr als ein Termin, den man wahrnimmt und danach wieder zur Seite legt, sondern ein Tag, der bleibt, der nachwirkt und der etwas in einem auslöst, das man nicht wirklich in Worte fassen kann.

Der 02. April 2010 ist genau so ein Tag.

Am Samstag (11.04.2026) durfte ich in Bielefeld an dieser Gedenkfeier teilnehmen, und schon auf dem Weg dorthin war dieses Gefühl da, das man kaum erklären kann, weil es irgendwo zwischen Respekt, Anspannung und einer tiefen inneren Verbundenheit liegt, die sich erst richtig zeigt, wenn man vor Ort ist.

Eingeladen wurde ich von Volker Lehmann, und allein diese Einladung hat für mich schon eine besondere Bedeutung gehabt, weil sie zeigt, wie wichtig es ist, solche Tage gemeinsam zu begehen und die Erinnerung lebendig zu halten.


Das Karfreitagsgefecht – was bleibt

Am 02.04.2010 verloren drei deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben, Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.

Drei Namen, die für viele vielleicht nur Teil eines Ereignisses sind, die aber für uns für weit mehr stehen, weil hinter jedem Namen eine Geschichte steckt, ein Leben, Kameradschaft, Verantwortung und all das, was diesen Dienst ausmacht.

Dieses Gefecht hat sich eingebrannt, nicht nur in die Geschichte der Bundeswehr, sondern auch in die Gedanken und Erinnerungen vieler, die diese Zeit miterlebt haben oder die sich mit ihr verbunden fühlen.


Ein Ort voller Bedeutung mitten im Alltag

Die Gedenkfeier fand am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld statt, einem Ort, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, eingebettet in ein ganz normales Wohngebiet, umgeben von Häusern und Alltag, und genau das macht ihn so besonders.

Während rundherum das Leben ganz normal weitergeht, entsteht genau dort eine Atmosphäre, die sich deutlich davon abhebt, getragen von den Fahnen, den Kränzen, den Kerzen und vor allem von den Menschen, die gekommen sind.

Unter ihnen war auch die Royal British Legion aus Gütersloh, die mit einer Fahnenabordnung vor Ort war und diesem Moment zusätzlich eine besondere Würde und internationale Verbundenheit verliehen hat.

Fahnenabordnung Royal British Legion Gütersloh Gedenkfeier Bielefeld
Die Royal British Legion aus Gütersloh war mit einer Fahnenabordnung vor Ort

Man spürt sofort, dass dieser Ort mehr ist als nur ein Platz, weil er Erinnerungen trägt, die nicht sichtbar sind und doch für jeden spürbar werden, der dort steht.


Die Zeremonie – leise und doch so intensiv

Die Zeremonie selbst war ruhig, würdevoll und gleichzeitig unglaublich intensiv, ohne laut sein zu müssen, weil genau diese leisen Momente oft mehr sagen als jede große Geste.

Besonders bewegt hat mich die Rede einer Vertreterin des ukrainischen Kulturforums, die mit sehr eindringlichen Worten gesprochen hat und dabei eine Tiefe vermittelt hat, die spürbar war, ohne dass sie laut werden musste.

Rede ukrainisches Kulturforum Gedenkfeier Bielefeld
Bewegende Worte, die unter die Haut gingen

Im Anschluss daran hat sie gemeinsam mit weiteren Damen gesungen, unter anderem „Halleluja“ auf Ukrainisch, und genau dieser Moment hat mich tief berührt, weil es eine Mischung aus Trauer, Erinnerung und gleichzeitig so viel Gefühl war, dass mir die Tränen gelaufen sind, ohne dass ich es wirklich hätte zurückhalten können.

Halleluja ukrainisch Gedenkfeier Bielefeld Gesang
Ein Moment, der tief berührt hat

Worte reichen hier kaum aus, deshalb möchte ich ihn mit euch teilen.

https://youtu.be/OpKZAH9pwWY

Es war einer dieser Augenblicke, in denen Musik mehr sagt als Worte und in denen man merkt, wie nah einem alles geht, auch wenn man versucht, es im Griff zu behalten.

Während all das passiert, merkt man, wie Gedanken zurückkommen, wie Bilder wieder da sind und wie nah sich alles anfühlt, selbst nach so vielen Jahren.

Ich erinnere mich an vieles, als wäre es gestern, an Situationen, an Gespräche, an Gefühle und vor allem an dieses Danach, an das Spalier und an dieses stille Verstehen untereinander, bei dem keiner viele Worte braucht, weil jeder genau weiß, was gemeint ist.

Kranzniederlegung Karfreitagsgefecht Bielefeld
Zum Gedenken an unsere gefallenen Kameraden

Begegnungen, die bleiben

Was diesen Tag für mich zusätzlich besonders gemacht hat, waren die Begegnungen, die Gespräche und die Menschen, die vor Ort waren.

Ich habe unter anderem Patrick Leichert getroffen, den man auch auf dem Foto mit mir und meinem Buch sieht, und gerade die Gespräche im Nachhinein waren es, die diesen Tag noch einmal auf eine ganz eigene Weise geprägt haben, weil sie gezeigt haben, wie viel hinter solchen Begegnungen steckt.

Soldatin mit Buch und Patrick Leichert Gedenkfeier Bielefeld
Gespräche, die bleiben und verbinden

Darüber hinaus war auch Aydin Özan von der Bezirksvertretung Bielefeld Brackwede vor Ort, und genau diese Mischung aus unterschiedlichen Menschen, Hintergründen und Verbindungen macht solche Gedenkveranstaltungen so besonders.

Aydin Özan Bezirksvertretung Bielefeld Brackwede Gedenkfeier
Begegnungen, die verbinden und im Gedächtnis bleiben

Man sieht sich, man spricht miteinander, man teilt Gedanken oder steht einfach gemeinsam dort, und genau in diesen Momenten wird deutlich, wie stark diese Verbindung ist, auch ohne viele Worte.


Zwischen Erinnerung und Gegenwart

Nach der eigentlichen Gedenkfeier entstehen diese besonderen Momente, die man nicht planen kann, Gespräche, Begegnungen, gemeinsames Erinnern und auch ein Stück Alltag, das langsam wieder zurückkehrt.

Ich hatte die Möglichkeit, mich auszutauschen, Fotos zu machen und auch mein Buch zu zeigen, und genau diese Mischung aus Erinnerung, Austausch und persönlichem Kontakt macht solche Tage besonders, weil sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.


Gemeinschaft, die bleibt

Diese Tage zeigen, dass Erinnerung nicht vergeht und dass Gemeinschaft etwas ist, das bleibt, unabhängig davon, wie viel Zeit vergangen ist.

Gemeinschaft Gedenkfeier Bielefeld Bundeswehr
Gemeinschaft, die trägt und verbindet

Ehemalige und aktive Soldaten, Kameraden, Angehörige und Menschen, die einfach erinnern wollen, stehen nebeneinander, und genau darin liegt eine Stärke, die man nicht erklären muss, sondern einfach spürt.


Warum wir erinnern

Gedenken bedeutet nicht nur, zurückzuschauen, sondern auch, sich bewusst zu machen, warum wir erinnern und was es mit uns macht.

Diese Tage holen vieles wieder nach oben, was im Alltag oft keinen Platz findet, und genau deshalb sind sie so wichtig, weil sie uns daran erinnern, was Kameradschaft bedeutet, was Einsatz bedeutet und was es heißt, Verantwortung zu tragen.

Wenn du mehr über meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken rund um Einsätze und Erinnerung lesen möchtest, findest du hier einen weiteren Einblick


Abschluss

Gestern war kein einfacher Tag, aber ein wichtiger, einer, der nachwirkt, einer, der zeigt, dass Erinnerung nicht vergeht und einer, der uns immer wieder daran erinnert, dass hinter jedem Namen eine Geschichte steht, die niemals vergessen werden darf.

Für unsere gefallenen Kameraden gilt, was bleibt und was immer bleiben wird, wir werden euch nicht vergessen.


FAQ zur Gedenkfeier in Bielefeld

Was ist das Karfreitagsgefecht?
Das Karfreitagsgefecht vom 02.04.2010 war eines der schwersten Gefechte der Bundeswehr in Afghanistan, bei dem deutsche Soldaten gefallen sind und das bis heute tief in Erinnerung geblieben ist.

Wo fand die Gedenkfeier in Bielefeld statt?
Die Gedenkfeier fand am Martin-Augustyniak-Platz in Bielefeld statt, einem Ort, der dem gefallenen Soldaten gewidmet ist und an dem regelmäßig erinnert wird.

Gibt es auch an anderen Orten Gedenkfeiern zum Karfreitagsgefecht?
Ja, die Gedenkfeier in Bielefeld ist eine von vielen, denn auch an anderen Orten in Deutschland wird an diesen Tag erinnert, sei es in Kasernen, bei Kameradschaftstreffen oder im kleineren, persönlichen Rahmen.

Warum sind solche Gedenkfeiern wichtig?
Solche Tage geben Raum für Erinnerung, für Austausch und für das Bewusstsein, was hinter jedem Einsatz steht, und sie zeigen, dass Kameradschaft und Verbundenheit auch über viele Jahre hinweg bestehen bleiben.


Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Karfreitagsgefecht und zum Thema Gedenken findest du auch hier:

Auf der offiziellen Seite der Bundeswehr findest du weiterführende Informationen zu Einsätzen und Gedenkveranstaltungen.

👉 https://www.bundeswehr.de

Eine ausführliche Einordnung des Karfreitagsgefechts und der Hintergründe bietet auch dieser Überblick.

👉 https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitagsgefecht

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge informiert umfassend über Erinnerungskultur und Gedenkarbeit.

👉 https://www.volksbund.de

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Bauchschmerzen nach der Trennung – Wenn ein Kind nicht mehr kann

Bauchschmerzen nach der Trennung – Bauchschmerzenmonster als Symbol für Angst

Teil 3 der Serie „Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung“

Bauchschmerzen nach der Trennung klingen für Außenstehende oft nach einer Phase, die irgendwie dazugehört, nach etwas, das sich mit der Zeit schon wieder einrenken wird, nach einem „Das ist bestimmt die Umstellung“. Ich wünschte, ich hätte es damals genauso leicht einordnen können, denn für uns war es kein kurzer Stolperstein, sondern ein Ausnahmezustand, der sich über Tage zog, dann über Wochen, und der mich mehr Kraft kostete, als ich zugeben wollte.

Es war die Zeit, in der wir gerade erst begonnen hatten, uns in unserem neuen Leben zu sortieren. Der Umzug war noch nicht richtig in den Knochen angekommen, die Wege waren neu, die Strukturen wackelig, und ich hatte immer das Gefühl, dass ich gedanklich drei Schritte hinterherlaufe. Während andere morgens ihre Kinder zur Schule bringen und sich danach einem geregelten Alltag widmen, begann für mich nach dem Absetzen erst der eigentliche Marathon, weil ich jede freie Minute nutzte, um Dinge zu klären, die man normalerweise nicht gleichzeitig klären muss: neue Ärzte, neue Ansprechpartner, neue Termine, neue Schulen, neue Abläufe, und das alles mit dem Druck im Nacken, dass ich es allein verantworten musste.

Bauchschmerzen nach der Trennung – zwei Schulranzen im neuen Zuhause
Zwei Ranzen, zwei Kinder, eine Mama, die versucht, alles zusammenzuhalten.

Ich war zu diesem Zeitpunkt teilweise krankgeschrieben, was nach außen vielleicht wie Entlastung wirkte, sich innerlich aber eher wie ein stiller Alarm anfühlte. Diese vier Stunden, in denen Flo in der Schule war, waren nicht „frei“. Es waren Stunden, in denen ich telefonierte, eine Praxis nach der anderen anrief, auf Warteschleifen landete, auf Mailboxen sprach und am Ende oft doch nur hörte, dass keine neuen Patienten aufgenommen werden. Ich hatte Tage, an denen ich nach diesen vier Stunden auflegte und merkte, dass ich eigentlich nur telefoniert hatte, ohne einen einzigen echten Schritt weitergekommen zu sein. Dieses Gefühl, sich zu bemühen, alles zu geben, und trotzdem am gleichen Punkt zu stehen, war frustrierend und zermürbend.

Die größte Angst saß jedoch tiefer und war viel weniger „organisatorisch“, als man denkt. Es war die Angst, dass eines meiner Kinder krank wird und ich nicht weiß, wohin. Ich stellte mir Fragen, die sich nachts viel zu laut anhörten: Fahre ich dann bis nach Köln, weil dort die Ärzte sind, die wir kennen, oder rufe ich den Notdienst, weil ich hier niemanden habe. Diese Gedanken machten nicht nur müde, sie machten auch unsicher, weil sie die leise Stimme fütterten, die in solchen Umbruchzeiten immer wieder auftaucht und flüstert, dass es vielleicht doch besser wäre, wenn die Kinder dort wären, wo alles vertraut ist. An manchen Tagen hatte ich genau dieses Gefühl im Bauch, und es tat weh, weil ich gleichzeitig wusste, wie sehr ich diesen Neuanfang wollte und wie sehr ich darum gekämpft hatte.

Und dann begannen die Bauchschmerzen.

Bei Fabian war es nicht ein einzelner Tag, an dem er sagte, dass ihm der Bauch weh tut. Es war ein tägliches Thema, das so verlässlich wurde wie der Schulranzen am Morgen. Er klagte, wurde blass, wirkte angespannt, und irgendwann merkte ich, dass es nicht darum ging, ob er sich „drückt“, sondern dass sein Körper etwas ausdrückt, was er selbst nicht in Worte bekommt. Es gab Tage, an denen ich ihn zur Schule brachte und bereits nach ein oder zwei Stunden wieder abholte, weil er nicht mehr konnte. Es gab Tage, an denen ich ihn morgens gar nicht hineinbekam, weil er sich so fest an mir hielt, als würde ich ihn in etwas hineinziehen, das er nicht übersteht.

Ich war in dieser Zeit mehrfach mit ihm beim Kinderarzt, insgesamt drei Mal, weil ich einfach sicher sein musste, dass wir nichts übersehen. Körperlich war alles in Ordnung, und eigentlich hätte mich genau das beruhigen müssen. Stattdessen machte es mich noch hilfloser, weil man als Mutter irgendwann an dem Punkt ist, an dem man nicht mehr fragt, ob es „echt“ ist, sondern nur noch wissen will, wie man helfen kann. Es war Gott sei Dank kurz vor den Sommerferien, und seine Lehrerin sagte damals, dass ohnehin nicht mehr „so viel passiert“ und man den Druck rausnehmen müsse. Allein diese Aussage zeigt, wie stark es war, denn normalerweise klingt Schule nach Struktur, und plötzlich ging es nur noch darum, überhaupt durch den Tag zu kommen.

Seine Lehrerin war in dieser Zeit unglaublich engagiert. Sie probierte vieles aus, weil sie sah, dass Fabian leidet, auch wenn niemand das Problem medizinisch greifen konnte. Sie klebte ihm ein „Bauchschmerzenmonster“ auf den Tisch, als wäre es ein kleines Wesen, dem man einen Platz geben kann, damit es nicht überall sitzt. Seine Freunde redeten ihm gut zu. Und ich, ich stand daneben und hatte gleichzeitig Hoffnung und Panik, weil ich so dankbar war, dass er aufgefangen wird, und gleichzeitig so erschöpft, dass ich kaum noch wusste, wo ich als Nächstes ansetzen soll.

Bauchschmerzen nach der Trennung – Bauchschmerzenmonster als Symbol für Angst
Das „Bauchschmerzenmonster“ war plötzlich jeden Morgen mit am Tisch.

Währenddessen telefonierte ich weiter, diesmal nicht nur nach Kinderärzten, sondern nach psychologischer Unterstützung. Ich erlebte eine Realität, die viele kennen und die trotzdem jedes Mal aufs Neue schockiert, weil sie sich so ohnmächtig anfühlt: Man kommt nicht durch, man landet auf Mailboxen, man hört Sätze wie „Wir nehmen keine neuen Kinder auf“, man wird weiterverwiesen, und am Ende sitzt man wieder zu Hause und hat das Gefühl, man sei nicht nur zu langsam, sondern als Mutter auch noch dafür verantwortlich, dass es überhaupt so schwer ist. Das ist irrational, das weiß ich heute, aber in dem Moment fühlt es sich so an.

Irgendwann sagte die Lehrerin, ich solle den schulpsychologischen Dienst in Euskirchen anrufen. Ich tat es, ohne große Erwartungen, weil ich nach all den Absagen bereits daran gewöhnt war, dass man eher Geduld als Hilfe bekommt. Und dann passierte etwas, das in dieser Zeit selten war: Es klappte tatsächlich. Ich bekam einen Termin, relativ schnell, und eine Woche später saßen wir dort. Die Dame war ruhig, freundlich, klar, und Fabian mochte sie sofort. Allein dieser erste Eindruck war wichtig, weil man in solchen Situationen nicht noch einmal jemanden „überzeugen“ kann, sondern einfach nur jemanden braucht, der hinschaut und versteht.

Wir hatten dort drei Termine, nicht mehr, weil die Kapazitäten begrenzt waren. Und trotzdem reichte es, um eine Veränderung anzustoßen. Es war nicht so, dass danach plötzlich alles leicht war, aber es wurde wieder möglich. Nach den Sommerferien ging Fabian wieder normal zur Schule. Für viele klingt das vielleicht wie eine kleine Randnotiz, für mich war es wie eine Tür, die sich wieder öffnet, nachdem man wochenlang nur dagegen gedrückt hat.

In dieser Zeit habe ich viel geweint, aber ich habe es versteckt. Ich wollte nicht, dass die Kinder die ganze Schwere mitbekommen. Ich wollte nicht, dass sie denken, sie seien der Grund, auch wenn ich natürlich wusste, dass sie es nicht sind. Also weinte ich abends, wenn ich sicher war, dass sie schlafen, oder wenn ich kurz allein war. Ich weinte, weil ich müde war, weil ich Angst hatte, weil ich mich überfordert fühlte, und weil ich manchmal nicht wusste, wie es weitergehen soll, wenn schon ein einzelnes Problem so groß wirkt. Gleichzeitig war ich irgendwann froh, wieder ein paar Stunden in den Dienst zu dürfen, weil dort Erwachsene um mich herum waren. Es klingt vielleicht hart, aber es war wie Luft holen. Ich konnte dort kurz aus dem „Mama-Modus“ raus, ohne aufzuhören, Mama zu sein.

Ich sprach viel mit meinem Chef. Ich habe mich bei ihm „ausgeheult“, auch wenn ich das Wort eigentlich nicht mag, weil es klingt, als würde man sich einfach nur beklagen. Für mich war es eher das erste Mal seit Wochen, dass ich nicht stark wirken musste. Ich versuchte, die Tränen zu unterdrücken, und manchmal klappte es nicht. Und weißt du, was ich daran im Nachhinein am wichtigsten finde. Nicht, dass ich geweint habe, sondern dass ich es durfte. Dass ich nicht erst erklären musste, warum es mich so mitnimmt. Dass da jemand war, der es nicht wegwischte.

Und dann waren da die Kinder.

Bauchschmerzen nach der Trennung – Schulranzen im Auto zwischen Terminen
Abholen, beruhigen, weitermachen, wieder losfahren.

Inmitten all dieses Stresses waren sie unglaublich liebevoll. Sie sagten mir täglich, dass ich alles richtig mache, dass sie sich wohlfühlen, dass es hier schön ist. Flo sagte beim Abholen oft, wie sehr er sich freut, jetzt nach Hause zu können und nicht mehr in die Nachmittagsbetreuung zu müssen, wie früher in Köln. Diese Sätze klingen klein, aber sie waren in dieser Zeit riesig, weil sie mir zeigten, dass da trotz allem etwas Gutes entsteht. Fabian sagte mir ebenfalls immer wieder, dass er sich hier wohlfühlt, dass ich alles richtig mache, und ich glaube, er meinte es ernst, weil er so ein sensibler Junge ist, der Dinge sehr fein wahrnimmt. Er ist kuschelig, er bedankt sich für Kleinigkeiten, er entschuldigt sich oft, vielleicht manchmal zu oft, und ich merkte, dass ihm die Ruhe, die Nähe und das gemeinsame Lernen gut taten.

Bauchschmerzen nach der Trennung – gemeinsam lernen als Halt im Neuanfang
Wenn der Kopf voll ist, hilft manchmal nur Ruhe, Nähe und Zeit.

Seine Leistungen wurden besser. Nicht, weil ich ihn „pushte“, sondern weil wir zusammen lernten, in Ruhe, Schritt für Schritt, und weil er erlebte, dass Fehler nichts Schlimmes sind, sondern Teil des Weges. Sein Zeugnis war schon nach dem ersten Halbjahr richtig gut, und ich sah, wie sehr ihn das stärkte. Plötzlich lernte er lieber, weil Lernen nicht mehr mit Druck verbunden war, sondern mit gemeinsamer Zeit. Und ja, ich wusste dabei oft, dass ich eigentlich noch hundert Dinge zu erledigen hätte, aber ich wusste auch, dass genau diese Zeit gerade wichtiger ist als jeder Haken auf einer To-do-Liste.

Wenn ich heute auf diese Wochen zurückblicke, dann erinnere ich mich nicht zuerst an die Telefonate, nicht an die Warteschleifen, nicht einmal an den organisatorischen Stress. Ich erinnere mich an das Gefühl, dass man als Mutter manchmal gleichzeitig kämpfen und trösten muss, gleichzeitig entscheiden und zweifeln, gleichzeitig stark sein und innerlich zerbrechen könnte, ohne dass es jemand sieht. Ich erinnere mich daran, dass ich Soldatin bin, dass ich gelernt habe, zu funktionieren, und dass es trotzdem Tage gab, an denen Funktionieren nicht bedeutete, dass es mir gut ging, sondern nur, dass ich weitermachte.

Bauchschmerzen nach der Trennung waren für uns nicht nur ein Symptom, sondern ein Signal. Ein Signal dafür, dass ein Kind in kurzer Zeit zu viel verarbeiten muss, auch wenn es tapfer ist, auch wenn es lacht, auch wenn es sagt, dass alles gut ist. Und es war auch ein Signal für mich, dass ich mir erlauben muss, nicht immer stark zu wirken, weil Stärke manchmal nicht die Fassade ist, sondern das Bleiben.

Vielleicht war ich in dieser Zeit nicht immer stark. Ich war müde, überfordert, und ich hatte Angst. Aber ich war da, jeden Tag, und ich bin geblieben. Und manchmal ist genau das die größte Stärke.

Wie wir überhaupt zu diesem Neubau gekommen sind und warum der Weg dorthin alles andere als einfach war, erzähle ich in Teil 2 unserer Serie: 👉 Haus suchen nach Trennung mit Kindern.

Den Anfang unserer Geschichte findest du hier: 👉 Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung


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Haus nach Trennung mit Kindern – Unser Neuanfang im Neubau

Haus nach Trennung mit Kindern – Baustelle im Garten beim Neubau

Teil 2 der Serie „Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung“

Ein Haus nach Trennung mit Kindern zu suchen, war keine romantische Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit. Ich brauchte Stabilität für Fabi und Flo, während in mir selbst noch alles wackelte. Zwischen Telefonaten, Unsicherheit und schlaflosen Nächten musste ich funktionieren, Entscheidungen treffen und gleichzeitig stark wirken.

Zunächst schaute ich mir ein Haus in Flammersheim an. Es war wunderschön, mit viel Platz, einem liebevoll angelegten Garten und sogar einem eigenen Büro für mich. Die Vermieterin wollte sich verkleinern und hätte Teile der Einrichtung im Haus gelassen. Ich sprach bereits mit der nahegelegenen Grundschule, klärte organisatorische Details und hatte sogar die Unterschrift meines Ex-Mannes für die Anmeldung organisiert – was alles andere als einfach war. Jede Unterschrift war begleitet von Diskussionen und emotionaler Anstrengung.

Die Absage kam per E-Mail, während ich für einige Stunden im Dienst war. Ich ließ meinen Kameraden nachsehen, weil ich innerlich schon ahnte, was dort stehen würde. Als ich später erfuhr, dass wir das Haus nicht bekommen würden, war das ein harter Moment. Nicht nur wegen des Hauses selbst, sondern wegen der Hoffnung, die ich bereits hineingelegt hatte.

Ein Haus nach Trennung mit Kindern zu finden bedeutete schnell handeln

Zum Glück ergab sich kurz darauf eine neue Möglichkeit. Fünf Doppelhäuser entstanden als Neubauprojekt, eines davon war noch nicht vollständig fertiggestellt. Das Haus war modern, klar geschnitten und bot uns genau das, was wir brauchten: einen eigenen Raum für jeden, Struktur und Perspektive.

Ich besichtigte es zunächst allein, später mit den Kindern. Ihre Reaktion war eindeutig. Die Zimmer waren gleich groß, sodass es keine Diskussionen gab, wer benachteiligt sein könnte. Noch bevor wir unterschrieben, war klar, welches Zimmer wem gehören würde.

Wir entschieden uns für dieses Haus nach Trennung mit Kindern, obwohl vieles noch unfertig war. Die Küche war nicht montiert, Handwerker arbeiteten weiter im Haus, Kartons stapelten sich und das Außengelände war eher Baustelle als Garten. Erde statt Rasen, Provisorien statt Idylle. Doch es war unser Anfang.

Mitbestimmung als Stabilität im Haus nach Trennung mit Kindern

Während im Erdgeschoss noch Möbelteile standen und Liefertermine sich verschoben, sollten zumindest die Kinderzimmer fertig sein. Fabi entschied sich für Blau, Flo für Rot. Im Baumarkt suchten sie ihre Farben selbst aus. Als die Wände gestrichen waren, standen sie stolz in ihren Zimmern und betrachteten ihre Wahl.

Fabis blaues Kinderzimmer im neuen Haus nach Trennung mit Kindern.
Fabis blaues Kinderzimmer im neuen Haus nach Trennung mit Kindern.

Es ging mir nie um perfekte Einrichtung, sondern darum, dass sie spüren: Ihr habt hier eine Stimme. Dieses Haus nach Trennung mit Kindern sollte kein Übergang sein, sondern ein echtes Zuhause.

Haus nach Trennung mit Kindern – rotes Kinderzimmer
Flos rotes Kinderzimmer in unserem Haus nach Trennung mit Kindern.

Die ersten Wochen waren geprägt von Organisation, Behördengängen und Schulwechsel. Nach den Herbstferien begann für die Kinder das neue Kapitel an einer anderen Grundschule. Trotz aller Unsicherheit fanden sie sich schneller ein, als ich es erwartet hätte.

Zwischen Baustelle und Hoffnung

Der Garten war noch nicht fertiggestellt, die Wege noch nicht angelegt und vieles wirkte unfertig. Trotzdem war genau dieses unfertige Haus nach Trennung mit Kindern unser Symbol. Wir begannen nicht mit Perfektion, sondern mit Mut.

Haus nach Trennung mit Kindern – Küche im Aufbau
Die Küche im neuen Haus nach Trennung mit Kindern war noch im Aufbau.
Haus nach Trennung mit Kindern – Umzugskartons im Wohnzimmer
Chaos beim Einzug in unser Haus nach Trennung mit Kindern.

Rückblickend war diese Phase eine der anstrengendsten meines Lebens. Doch sie hat uns als Familie enger zusammengebracht. Nicht, weil alles leicht war, sondern weil wir gemeinsam durch diese Zeit gegangen sind.

👉 Zum ersten Teil der Serie geht es hier:
[1. Teil – Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung]

Gerade in dieser Phase war es hilfreich zu wissen, dass es Unterstützungsangebote wie der 👉 Verband alleinerziehender Mütter und Väter (https://www.vamv.de) sowie die 👉 Beratung von Pro Familia (https://www.profamilia.de) gibt, die Familien in Umbruchzeiten begleiten.

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Unser erstes Jahr zu dritt – Teil 1

Schrankzimmer mit Doppelstockbett nach Trennung in kleiner Dienstwohnung

Ein Schrankzimmer mit Doppelstockbett nach Trennung als neuer Anfang

2023 begann für uns unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung und damit auch das Kapitel vom Schrankzimmer mit Doppelstockbett nach Trennung, das für mich mehr Bedeutung hatte, als ich damals ahnte. Zu diesem Zeitpunkt lebten die Kinder noch überwiegend in Köln und ich hatte bereits eine kleine Dienstwohnung in Kuchenheim. Ursprünglich war sie nie als richtiges Zuhause gedacht gewesen, sondern als praktische Lösung für lange Tage im Dienst. Manchmal blieb ich dort über Nacht, manchmal ein Wochenende. Mehr nicht.

Als klar war, dass ich die Kinder an den Wochenenden zu mir holen würde, stand ich in diesem kleinen Schrankzimmer und überlegte, wie ich daraus einen Ort machen konnte, an dem sie sich willkommen fühlen. Viel Platz gab es nicht. Ich entschied mich für ein Doppelstockbett. Neue Bettwäsche. Für jeden ein eigenes Stofftier, sorgfältig ausgesucht. Ich stellte mir vor, wie sie ankommen würden und hatte gleichzeitig dieses Gefühl im Bauch, ihnen nicht genug Raum bieten zu können.

Es war kein Kinderzimmer im klassischen Sinn. Es war ein umfunktionierter Raum in einer kleinen Wohnung, die nie als dauerhaftes Zuhause geplant gewesen war. Und trotzdem wollte ich, dass sie spüren, dass hier ihr Platz ist.

Als sie das erste Mal dort waren, war meine Sorge größer als ihre. Sie fanden das Doppelstockbett großartig. Das Stofftier wurde sofort mit ins Bett genommen. Gespielt wurde ohnehin meist im Wohnzimmer, weil dort einfach mehr Platz war. Und dann war da noch mein Beamer, über den wir abends gemeinsam einen Film geschaut haben. Für die beiden fühlte sich das eher nach Kinoabend als nach Provisorium an.

Kinder im Doppelstockbett während erstes Jahr zu dritt nach der Trennung
Kinder im Doppelstockbett während erstes Jahr zu dritt nach der Trennung

Zur Wohnung gehörte ein Gemeinschaftsgarten. Für mich war es einfach ein Stück Grünfläche. Für die Kinder war es Abenteuer, Freiheit und Bewegung. Sie liefen hinaus, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. In diesen Momenten wurde mir bewusst, wie unterschiedlich wir Situationen wahrnehmen. Wo ich Einschränkung sah, sahen sie Möglichkeit.

Auch die Nachbarschaft hat diese Zeit leichter gemacht. Gerlinde und Gerd wohnten nebenan. Aus einem freundlichen Grüßen im Treppenhaus wurden Gespräche, aus Gesprächen wurde Vertrauen. Was als Nachbarschaft begann, entwickelte sich zu einer echten Freundschaft. Gerade in einer Phase, in der vieles neu und unsicher war, tat es gut zu wissen, dass man nicht völlig allein ist.

Die ersten Wochenenden waren fast leicht. Vielleicht, weil alles neu war. Vielleicht, weil wir uns Mühe gaben, das Beste daraus zu machen. Für mich blieb dennoch dieses Gefühl von Vorläufigkeit. Mutter zu sein und die Kinder nur am Wochenende bei sich zu haben, fühlte sich unvollständig an.

Rückblickend war dieses Schrankzimmer mit Doppelstockbett nach Trennung mehr als nur ein provisorischer Schlafplatz. Er war der Anfang von etwas Neuem. Nicht perfekt. Nicht großzügig. Aber ehrlich und mit ganzem Herzen vorbereitet.

Warum ich diese Serie schreibe, erkläre ich im Einleitungsartikel zu unserem ersten Jahr zu dritt nach der Trennung.

Wer sich nach einer Trennung mit ähnlichen Fragen rund um Organisation, Unterstützung und Alltag konfrontiert sieht, findet hilfreiche Informationen sowohl beim Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) als auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

BMFSFJ – Infos für Alleinerziehende

Bundesministerium für Familie

https://www.bmfsfj.de

Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)

https://www.vamv.de

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Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung

Schatten von Mutter und zwei Kindern auf einem Weg – erstes Jahr zu dritt nach der Trennung

Warum dieser Blog ab jetzt tiefer geht

Wer hier schon länger mitliest, kennt viele Geschichten aus meinem Alltag zwischen Dienst, Schulranzen, Vereinsleben und den ganz normalen Herausforderungen, die das Leben als Mutter und Soldatin mit sich bringt. Vieles davon ist ehrlich, manches humorvoll, manches einfach nur typisch für unseren Familienalltag.

Und dennoch habe ich in den vergangenen Monaten gemerkt, dass mein Blog zwar vieles zeigt, aber einen entscheidenden Teil ausspart.

2023 begann für uns unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung und damit eine Phase voller Veränderungen. Von außen betrachtet lief der Alltag weiter. Ich war weiterhin voll im Dienst, die Kinder gingen zur Schule, Termine wurden organisiert und Verpflichtungen erfüllt. Doch innerlich bedeutete dieses erste Jahr zu dritt nach der Trennung eine enorme Umstellung.

Es war das Jahr, in dem aus einer Dienstwohnung langsam ein Zuhause werden musste. Das Jahr, in dem ich lernen musste, Vollzeitdienst, Schulwechsel, Arzttermine und emotionale Verantwortung allein zu tragen. Das Jahr, in dem Stärke oft bedeutete, weiterzumachen, obwohl die eigenen Nerven längst angespannt waren.

Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung war mehr als nur ein Umzug

Dieses erste Jahr als alleinerziehende Mutter mit Vollzeitjob war kein dramatisches Dauerchaos. Vieles funktionierte. Und genau das machte es manchmal so herausfordernd. Nach außen schien alles geregelt, doch im Inneren war es ein ständiges Neujustieren. Neue Wege, neue Schulen, neue Ansprechpartner, neue Routinen. Und gleichzeitig zwei Kinder, die Sicherheit brauchten.

Mit etwas Abstand erkenne ich heute, wie prägend dieses Jahr war. Es hat uns verändert, uns wachsen lassen und uns als Familie enger zusammengeschweißt. Es hat mir gezeigt, dass Neuanfang nicht laut sein muss, um bedeutend zu sein.

Genau deshalb soll dieser Blog künftig mehr sein als eine Sammlung von Alltagsgeschichten. Unter der Kategorie „Hinter den Kulissen“ möchte ich Raum schaffen für das, was zwischen den sichtbaren Momenten passiert. Für Zweifel, Verantwortung, Organisation, Überforderung und die leisen Erfolge, die man oft erst im Rückblick erkennt.

In den kommenden Beiträgen werde ich unser erstes Jahr zu dritt Schritt für Schritt erzählen. Nicht um alte Konflikte aufzuwärmen, sondern um ehrlich zu zeigen, wie sich ein Neuanfang mit Kindern wirklich anfühlt, wenn man mitten im Leben steht und dennoch alles neu sortieren muss.

Herz voraus – auch wenn der Weg manchmal mehr Mut verlangt, als man vorher ahnt.

Hier beginnt die Geschichte: Das Schrankzimmer mit Doppelstockbett nach Trennung.

👉 Teil 1

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