Mein Einsatz Rom Bundeswehr begann im September 2021 – ein halbes Jahr, das mich beruflich und persönlich geprägt hat. Warmes Spätsommerlicht, laute Straßen, italienisches Chaos und gleichzeitig eine ganz neue Art von Einsatz: kein Container, keine Waffe, kein Staub. Stattdessen ein internationales Team, ein eigener Wohnungsschlüssel und Schichten in der JOC mitten im OHQ der EU.
✈️ Mein Einsatz Rom Bundeswehr – Alltag und erste Eindrücke
Der Flug führte mich von Köln über München nach Rom. Ich wusste, dass dieser Einsatz anders werden würde – aber wie anders, merkte ich sofort nach der Landung.
Rom empfing mich mit Wärme, Motorrollern, Hupen und einem Vorgänger, der mich direkt am Flughafen abholte. Während die anderen deutschen Soldaten im Astra Roma untergebracht waren, zog ich in ein italienisches Wohnhaus. Eine eigene Wohnung – mit Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und Waschmaschine auf dem Balkon.
Eine ungewöhnliche „Einsatzbasis“, aber sie wurde schnell zu meinem kleinen Rückzugsort.

🧭 JOC – Tag- und Nachtschichten im internationalen Team
Am ersten Abend holte mich mein Vorgänger direkt zum „Reinschnuppern“ ab. Nur ein paar Stunden Pause, dann stand ich schon zum ersten Mal in der Joint Operations Centre.
Der nächste Tag:
✔ Laufzettel
✔ Zugangskarte
✔ Computerfreischaltung
✔ organisatorischer Wahnsinn wie in jedem Einsatz
Im OHQ arbeiteten etwa zehn deutsche Soldaten – dazu Kameraden aus Kroatien, Polen, Italien, Österreich und weiteren Nationen. Ich kannte niemanden vorher, aber das änderte sich schnell.
In der JOC liefen Informationen aus dem gesamten Einsatzgebiet zusammen. Tag- und Nachtschichten wechselten sich ab – manchmal anstrengend, aber fachlich spannend und mit einem Team, das diesen Einsatz besonders gemacht hat.
🌊 Kleine Auszeiten – Ostia und das Meer
Trotz Schichtdienst blieb Zeit, Italien zu erleben. Einer der ersten kleinen Ausflüge führte uns nach Ostia – ein paar Stunden Meer, Sonne und einfach Durchatmen.

🇮🇹 Neapel – ein Tagesausflug voller Geschichte
Ein besonders schöner Tag war der Ausflug nach Neapel zusammen mit Augustin, einem kroatischen Kameraden. Wir fuhren mit dem Zug – einfach raus, etwas anderes sehen, die Gedanken ordnen und lachen.
Vor dem Stadion entstand dieses Bild:

🏛️ Alltag, Emotionen & ein Einsatz, der anders war
Dieser Einsatz war eine Mischung aus:
- Uniform und Verantwortung
- internationaler Zusammenarbeit
- Leben in einer Großstadt
- Einsätzen ohne Waffe, aber mit nicht weniger Bedeutung
- neuen Freundschaften
- viel Herz und einer Portion Chaos
Für mich war der Einsatz Rom Bundeswehr etwas ganz anderes als die Einsätze zuvor.
Und dieser Einsatz Rom Bundeswehr hat mir gezeigt, wie vielfältig internationale Zusammenarbeit sein kann.
🚗 Heimreise – ein letzter Blick auf mein Einsatzkapitel
Am 31.03.2022 endete mein Einsatz in Rom. Kein Flug, kein Sammeltransport –
ich setzte mich alleine ins Auto, fuhr durch Italien Richtung Norden und ließ die letzten sechs Monate Stück für Stück hinter mir.
Die Strecke war lang, aber irgendwie tat sie gut: Kilometer für Kilometer wurde der Kopf leerer.
Man denkt viel nach, wenn man stundenlang fährt – über Menschen, Begegnungen, Momente, die man mitnimmt… und über die, die man zurücklässt.
Als ich schließlich wieder in Deutschland ankam, war es ein bisschen wie nach jedem Einsatz:
Man ist zuhause – aber innerlich kommt man erst Tage später wirklich an.
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🌍 Weiterführende Links
Wenn du Rom einmal außerhalb eines Einsatzes erleben möchtest, findest du hier viele Eindrücke und offizielle Informationen über die Stadt:
1️⃣ Offizielle Seite der Stadt Rom (Tourismus)
Einen Überblick über Sehenswürdigkeiten und Kultur in Neapel gibt es auf der offiziellen Tourismusseite:
2️⃣ Offizielle Tourismus-Seite Neapel
Wer Ostia und den römischen Küstenabschnitt entdecken möchte, findet hier weitere Infos: