Leben als Soldatin und Mutter – zwischen Dienst, Familie und ganz normalen Tagen

Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet fĂĽr mich, Dienst und Familie miteinander zu verbinden.

Viele Menschen stellen sich das Leben bei der Bundeswehr sehr klar und vielleicht auch etwas einseitig vor. Uniform, Dienst, Fahrzeuge, Ausbildung oder Einsätze sind oft die ersten Bilder, die dabei entstehen. Was dabei schnell in den Hintergrund gerät, ist, dass hinter jeder Uniform auch ein ganz normales Leben steht. Ein Leben mit Familie, Kindern, Terminen, Hausaufgaben, Brotdosen am frühen Morgen und manchmal auch ziemlich wenig Schlaf.

Für mich bedeutet das Leben als Soldatin und Mutter genau diese Mischung. Mein Alltag bewegt sich zwischen Verantwortung im Dienst bei der Bundeswehr und den vielen kleinen Momenten zu Hause, die genauso wichtig sind. Zwischen Kameraden und Kameradinnen im Dienst, Schulranzen am Küchentisch und dem ganz normalen Familienleben entsteht ein Alltag, der manchmal herausfordernd ist, sich für mich aber längst ganz selbstverständlich anfühlt.


Ein Morgen, der frĂĽher beginnt als bei vielen anderen

Mein Tag beginnt meistens um 5:20 Uhr, wenn im Haus noch alles ruhig ist. Während draußen oft noch Dunkelheit herrscht und die Kinder tief schlafen, stehe ich auf, ziehe mich halb an und gehe nach unten in die Küche. Dort beginnt der erste Teil unseres Familienalltags.

Ich bereite die Brotdosen vor, schmiere Brote und versuche dabei schon ein wenig Struktur in den kommenden Tag zu bringen. Diese ruhige Zeit am Morgen gehört inzwischen fest zu meiner Routine, auch wenn sie manchmal sehr früh beginnt.

Gegen 5:50 Uhr logge ich mich bereits von zu Hause aus in den Dienst-PC ein und erledige die ersten Aufgaben. Dieser kleine Vorsprung am Morgen hilft mir, später im Tagesverlauf flexibler zu bleiben.


Soldatin und Mutter – zwei Welten, die zusammengehören

Um 6:20 Uhr wecke ich dann den Großen. Während er sich fertig macht und anzieht, nutze ich die Zeit, um selbst vollständig fertig zu werden, Zähne zu putzen und mich komplett anzuziehen. Danach setze ich mich meist noch einmal kurz an den Dienst-PC, bevor der nächste Abschnitt des Morgens beginnt.

Um 6:50 Uhr hole ich ihn nach unten. Wir ziehen unsere Jacken an, nehmen unseren Hund mit und gehen gemeinsam zur Bushaltestelle. Diese wenigen Minuten auf dem Weg sind oft ein kleiner Moment des Durchatmens, bevor der Tag richtig beginnt.

Wenn der Bus abgefahren ist, gehe ich wieder nach Hause. Um 7:00 Uhr wecke ich den Mini, der etwas später in den Tag startet. Nachdem auch er fertig ist, bringe ich ihn zur Schule und fahre anschließend selbst in den Dienst.


Die Stunden im Dienst

Je nach Stundenplan des Minis fahre ich zwischen 12:00 und 13:00 Uhr wieder vom Dienst nach Hause und arbeite von dort im Homeoffice weiter. Diese Mischung aus Dienst und Homeoffice hilft mir dabei, Familie und Beruf besser miteinander zu verbinden.

Die Stunden im Dienst sind für mich dennoch sehr wichtig. Dort bin ich nicht nur Mama, sondern Soldatin. Ich arbeite mit meinen Kameraden und Kameradinnen zusammen, tausche mich mit ihnen aus, bespreche Aufgaben und habe Gespräche mit anderen Erwachsenen.

Gerade dieser Teil des Tages tut manchmal auch einfach gut, weil man kurz aus der reinen Mama-Rolle herauskommt und wieder ganz in der eigenen beruflichen Welt ist.


Der Familiennachmittag

Die Kinder kommen meist zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule nach Hause. Unser gemeinsames Mittagessen findet deshalb meistens erst gegen 15:30 Uhr statt.

Danach beginnt der typische Familiennachmittag. Hausaufgaben werden gemacht, für Tests wird gelernt, Termine stehen an, und natürlich wird auch gespielt und getobt. Manche Tage sind ruhig und laufen ganz entspannt ab, während andere Tage sich eher wie ein kleiner organisatorischer Marathon anfühlen.


Der Abend im Familienalltag

Unter der Woche gehen die Kinder gegen 20:00 Uhr ins Bett. Wenn im Haus langsam Ruhe einkehrt, beginnt fĂĽr mich meistens noch ein weiterer Teil des Tages.

Dann wird noch schnell aufgeräumt, Wäsche gemacht, Dinge vorbereitet oder einfach erledigt, was tagsüber liegen geblieben ist. Erst wenn all diese kleinen Aufgaben erledigt sind, wird es wirklich ruhig.

Meistens falle ich gegen 22:00 Uhr ziemlich müde ins Bett und weiß, dass am nächsten Morgen wieder ein neuer Tag beginnt.


Warum das Leben als Soldatin und Mutter fĂĽr mich normal ist

Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei völlig getrennte Welten zu haben. Es bedeutet vielmehr, beide Seiten miteinander zu verbinden.

Die Verantwortung im Dienst, die Zusammenarbeit mit Kameraden und Kameradinnen und die Aufgaben bei der Bundeswehr gehören genauso zu meinem Leben wie die Zeit mit meinen Kindern, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente im Alltag.

Vielleicht ist genau diese Mischung das, was meinen Alltag ausmacht. Zwischen Uniform und Familienleben entsteht ein ganz normales Leben, das manchmal anstrengend ist, oft chaotisch, aber gleichzeitig auch unglaublich wertvoll.


Am Ende ist unser Alltag wahrscheinlich gar nicht so anders als in vielen anderen Familien. Es gibt Tage, an denen alles ruhig läuft, und andere Tage, an denen gefühlt alles gleichzeitig passiert.

Die Bundeswehr gehört zu meinem Leben genauso dazu wie meine Kinder, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente dazwischen. Hinter der Uniform stehen eben nicht nur Dienst und Verantwortung, sondern auch Familie, Lachen, Hausaufgaben und manchmal einfach ein ganz normaler, chaotischer Alltag.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis. Soldatin zu sein und Mutter zu sein schließt sich nicht aus. Für mich gehört beides zusammen.

Eventuell wirkt dieser Alltag für manche Menschen ungewöhnlich oder schwer vorstellbar. Für mich ist er allerdings längst ganz normal geworden. Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei getrennte Welten zu haben, sondern beide Seiten meines Lebens miteinander zu verbinden.

Zwischen Dienst, Kameraden und Kameradinnen, Schule, Hausaufgaben, Familienmomenten und den vielen kleinen Dingen des Alltags entsteht einfach unser ganz normales Leben.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder etwas wissen möchtest, das ich in diesem Artikel vielleicht noch nicht angesprochen habe, dann schreib es gerne in die Kommentare. Für mich ist vieles davon inzwischen Alltag und Normalität geworden, aber ich weiß auch, dass es für Außenstehende oft spannend oder überraschend sein kann.


Weitere Einblicke rund um Bundeswehr und Alltag

Wenn dich das Leben bei der Bundeswehr interessiert, findest du auf meinem Blog noch weitere Beiträge zu diesem Thema.

👉 Hier findest du weitere Beiträge rund um die Bundeswehr

Wenn du dich allgemein für die Arbeit der Bundeswehr interessierst, findest du auch auf der offiziellen Seite viele Informationen über Aufgaben, Struktur und Einsätze.

👉 https://www.bundeswehr.de

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Bundeswehr Karriere Yvonne – Mein Weg zur Offizierin

Junge Bundeswehrsoldatin in Flecktarnuniform lächelt in die Kamera – frühe Dienstjahre, persönlicher Karrierebeginn

Meine Bundeswehr Karriere Yvonne begann offiziell am 02. Januar 2002 – doch die Wurzeln liegen viel früher.
Mein Vater war Soldat, und schon als Kind war ich fasziniert von Uniform, Kameradschaft und diesem besonderen LebensgefĂĽhl.
Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg fĂĽhren wĂĽrde. Heute blicke ich auf ĂĽber 20 Jahre Bundeswehr zurĂĽck.


Bundeswehr Karriere Yvonne: Die ersten Schritte in Uniform

Die Grundausbildung in Goslar dauerte drei harte, lehrreiche Monate.
Danach folgten die Laufbahnlehrgänge und meine Zeit in der Unteroffizierslaufbahn – eine Phase voller Entwicklung und neuer Herausforderungen.

Ein Foto aus dieser Zeit bedeutet mir bis heute viel: ein spontaner Moment nach Dienstschluss, jung, unbeschwert, voller Energie.
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Junge Bundeswehrsoldatin in Flecktarnuniform lächelt in die Kamera – frühe Dienstjahre, persönlicher Karrierebeginn

Stationen, Lehrgänge und die Zeit mit der AUL

  • Köln-Wahn
  • Bonn (Hardtberg)
  • Euskirchen

Durch meinen BCE-FĂĽhrerschein durfte ich mit der AUL (Ausstellung unsere Luftwaffe) monatelang durch Deutschland fahren.
Dienstreisen, Erlebnisse, Kameradschaft – ein Kapitel, das mich geprägt hat.

All diese Erfahrungen formten meine Bundeswehr Karriere Yvonne StĂĽck fĂĽr StĂĽck weiter.


Einsätze – prägend für meine Bundeswehr Karriere

Einsätze verändern einen.
Man erlebt Momente, die man nie vergisst – im Guten wie im Schweren.
Einige Einsätze haben mir viel beigebracht: über Verantwortung, Zusammenhalt, Belastbarkeit.
Andere haben Spuren hinterlassen, die erst später sichtbar wurden.

Diese Erfahrungen gehören untrennbar zu meiner Bundeswehr Karriere Yvonne.
Sie haben mich nicht gebrochen – sie haben mich wachsen lassen.


Von der Unteroffizierin zur Offizierin

Parallel zum Dienst studierte ich an der Universität zu Köln.
Nach Abschluss des Studiums wechselte ich in die Offizierlaufbahn.
Ein neuer Abschnitt – mit mehr Verantwortung, neuen Aufgaben und neuen Perspektiven.

Heute trage ich den Dienstgrad Hauptmann.
Ein Meilenstein in meiner Bundeswehr Karriere Yvonne.


Bundeswehr Karriere Yvonne & Familie – zwei Herzen in einer Brust

Seit 2015 und 2017 bin ich Mama.
Zwei kleine Menschen, die meinen Alltag – und mein Herz – komplett verändert haben.

Der Spagat zwischen Uniform und Familie ist nicht leicht, aber er ist machbar.
Und er hat mich stärker gemacht als jeder Lehrgang.


Warum ich meine Geschichte teile

Weil hinter jedem Dienstgrad ein Mensch steckt.
Weil jede Soldatin und jeder Soldat einen eigenen Weg hat.
Und weil meine Bundeswehr Karriere Yvonne vielleicht andere inspiriert, stärkt oder begleitet.


Mehr Hintergrundwissen zur Bundeswehr und den Karrierewegen findest du hier:

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👉 Bundeswehrkarriere

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