Alltag im Einsatz – Die Vorbereitung beginnt (Teil 2 einer Serie)

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Wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, findest du hier den Anfang meiner Geschichte. 👇
👉 Link zu Teil 1

Nachdem die Entscheidung gefallen war, gab es keinen Moment, in dem plötzlich alles anders war. Es war eher so, dass sich etwas im Hintergrund verschoben hat, während nach außen noch alles ganz normal weiterlief.

Der Alltag im Einsatz Bundeswehr beginnt nicht erst im Einsatz selbst, sondern lange vorher. In einer Phase, in der nach außen noch alles wirkt wie immer, während innerlich längst etwas in Bewegung ist.

Die Kinder waren da, mit ihren Themen, ihrem Lachen und ihrem ganz eigenen Tempo. Der Dienst lief weiter, Termine standen an, Aufgaben mussten erledigt werden. Und doch war da dieses leise Wissen, dass sich etwas verändert hat, auch wenn es für andere noch nicht sichtbar war.

Mit der Zusage begann die Vorbereitung, und die kam nicht laut, sondern schrittweise. Termine wurden mehr, Abläufe enger, der Kopf voller. Vieles lief parallel zum normalen Dienst, wurde dazwischen geschoben oder hat den Tag einfach verlängert. Es waren keine einzelnen großen Ereignisse, sondern eher dieses Gefühl, dass immer etwas mitläuft.

Ein wichtiger Teil davon waren die medizinischen Untersuchungen. Gespräche, Einschätzungen, immer wieder dieses genaue Hinsehen. Für mich war das mehr als nur ein Termin. Es war jedes Mal auch ein kurzer Moment, in dem ich innegehalten habe und mich gefragt habe, ob ich diesen Weg wirklich gehen kann.

Gerade mit meiner Vorgeschichte war mir klar, dass ich ehrlich sein muss. Nicht beschönigen, nichts wegdrücken. Ich wusste, dass ich mir selbst nichts vormachen darf, nur weil ich diesen Weg gehen möchte. Diese Gespräche waren nicht immer leicht, aber sie waren wichtig. Sie haben mir nicht die Entscheidung abgenommen, aber sie haben mir geholfen, sie bewusst zu treffen. Zu Hause lief alles weiter.

Die Kinder waren in ihrem Alltag, für sie war das alles noch weit weg. Einsatz ist nichts, was man greifen kann. Es ist kein fester Termin im Kalender wie ein Geburtstag oder ein Schulfest, sondern eher etwas, das langsam näher kommt, ohne dass man es direkt sehen kann.

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit den beiden, als sie mich gefragt haben, was ein Einsatz eigentlich bedeutet. Sie waren noch klein, beide noch in der Kita, und ich wusste, dass ich es so erklären muss, dass sie es verstehen können, ohne dass es ihnen Angst macht.

Ich habe ihnen gesagt, dass Mama ganz normal arbeiten geht, nur nicht in Deutschland, sondern fĂĽr eine gewisse Zeit in Afrika.

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Mehr habe ich in diesem Moment nicht gesagt.

Für sie war es eine einfache Erklärung. Etwas, das sie greifen konnten. Für mich war es mehr als das, weil ich genau wusste, was alles dahintersteht.

Und genau darin lag für mich eine der größten Herausforderungen. Ich war da, habe zugehört, habe geholfen, war mittendrin im Alltag, und gleichzeitig liefen in meinem Kopf längst andere Gedanken mit. Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob ich gerade beiden Seiten gerecht werde, dem Leben hier und dem, was vor mir lag.

Mit der Zeit bekam alles mehr Struktur. Termine wurden konkreter, Abläufe klarer, und ich habe gemerkt, wie sich mein Fokus langsam verschiebt. Nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt. Der Einsatz war nicht mehr nur eine Entscheidung, sondern wurde Teil meines Alltags, auch wenn er noch bevorstand.

Der Alltag im Einsatz Bundeswehr entsteht genau in dieser Phase. In diesem Dazwischen. Zwischen normalem Leben und dem, was kommt. Zwischen Funktionieren und innerem Sortieren.

RĂĽckblickend war diese Zeit keine laute Phase. Sie war ruhig, fast unscheinbar, und genau deshalb so intensiv. Weil vieles nicht im AuĂźen passiert ist, sondern im Kopf.

Und genau hier wurde mir bewusst, dass die Entscheidung allein nur der erste Schritt war.


đź’› Abschluss

Wie es sich anfühlt, wenn aus Vorbereitung Realität wird und der Moment näher rückt, an dem es wirklich losgeht, erzähle ich dir im nächsten Teil.

đź”— WeiterfĂĽhrende Links

1. Bundeswehr Einsätze

Wenn du dir einen Überblick über die Einsätze der Bundeswehr verschaffen möchtest, findest du hier alle aktuellen Informationen.

👉 https://www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr


2. Sozialdienst Bundeswehr

Gerade bei Themen wie PTBS ist UnterstĂĽtzung wichtig, und hier findest du Anlaufstellen innerhalb der Bundeswehr.

👉 https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/sozialdienst-bundeswehr


3. Psychische Gesundheit allgemein

Auch auĂźerhalb der Bundeswehr gibt es viele Informations- und UnterstĂĽtzungsangebote rund um mentale Gesundheit.

👉 https://www.deutsche-depressionshilfe.de

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Alltag im Einsatz – wie alles begann (Teil 1 einer Serie)

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Es gibt Entscheidungen im Leben, die trifft man nicht an einem einzigen Tag. Es ist kein Moment, in dem plötzlich alles klar ist, kein Punkt, an dem man sagt, genau jetzt beginnt etwas Neues. Vielmehr sind es Gedanken, die sich langsam ihren Weg suchen, die immer wieder auftauchen, sich festsetzen und irgendwann so präsent sind, dass man ihnen nicht mehr ausweichen kann.

Für mich begann alles in einer Zeit, in der Einsätze eigentlich kein Thema mehr waren. Nicht, weil ich grundsätzlich damit abgeschlossen hatte, sondern weil ich nach Afghanistan erst einmal wieder zurück ins Leben finden musste. Von außen lief vieles weiter. Der Alltag war da, die Arbeit war da, und inzwischen waren auch meine Kinder da, die noch einmal eine ganz andere Verantwortung mit sich gebracht haben. Gleichzeitig war innerlich vieles nicht einfach wieder so, wie es vorher gewesen war.

Nach meinen Einsätzen in Afghanistan wurde bei mir PTBS diagnostiziert, und damit war klar, dass ich nicht einfach weitermachen konnte, als wäre nichts gewesen. Wobei „klar“ eigentlich das falsche Wort ist, denn für mich selbst war es das lange Zeit überhaupt nicht. Ich habe mir das nicht eingestanden, habe vieles weggeschoben, habe funktioniert und versucht, mir selbst zu zeigen, dass ich stark genug bin und dass mich das alles nicht so sehr betrifft, wie es vielleicht auf dem Papier stand.

Es hat Zeit gebraucht, bis ich akzeptieren konnte, dass es Auswirkungen hat. Dass es nichts ist, was man einfach mit Disziplin oder Willen ausblendet. Und dass es kein Zeichen von Schwäche ist, sich das einzugestehen, sondern eher der erste Schritt, überhaupt richtig damit umgehen zu können.

Ich habe mein Leben gelebt, habe organisiert, geplant, mich um alles gekümmert, was im Alltag eben anstand, und gleichzeitig hat sich mein Blick auf die Welt verändert. PTBS bedeutet nicht einfach nur, dass man sich erinnert. Es bedeutet, dass sich Erlebtes im Körper festsetzt, dass Situationen nicht nur als Erinnerung auftauchen, sondern sich wieder echt anfühlen können, als würde man sie noch einmal durchleben.

Es sind nicht nur Gedanken. Es sind Reaktionen, die schneller da sind als jeder bewusste Gedanke. Das Herz schlägt schneller, die Anspannung steigt, der Körper ist plötzlich in Alarmbereitschaft, obwohl man genau weiß, dass man eigentlich in Sicherheit ist. Es gibt Nächte, in denen der Schlaf nicht wirklich erholsam ist oder ganz ausbleibt, weil der Kopf nicht abschaltet. Nächte, in denen man aufwacht und für einen Moment nicht einordnen kann, wo man ist, weil sich alles so real anfühlt.

Meine Psychologin hat einmal zu mir gesagt, körperlich bist du in Deutschland, aber gedanklich bist du noch in Afghanistan, und genau so hat es sich angefühlt. Ich bin durch Straßen in Deutschland gegangen und habe sie nicht immer als das gesehen, was sie waren. Ich habe automatisch geschaut, wo ich Deckung hätte, wo ich reagieren könnte, habe Situationen anders wahrgenommen, intensiver, wachsamer.

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Menschenmengen waren nicht einfach nur viele Menschen. Sie waren unübersichtlich, schwer einzuordnen. Ich habe solche Situationen oft gemieden oder mir unbewusst Strategien gesucht, um mich sicherer zu fühlen. Ein Platz mit dem Rücken zur Wand, ein Blick auf den Eingang, immer ein Gefühl dafür, was um mich herum passiert. Dinge, die für andere selbstverständlich sind, bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Und das ist nichts, was irgendwann einfach verschwindet. Es verändert sich, wird mit der Zeit greifbarer, kontrollierbarer, aber es bleibt. Auch heute ist es noch da. Es zeigt sich vor allem in unruhigen Nächten, in denen der Schlaf fehlt, oder in Situationen, in denen diese alte Anspannung plötzlich wieder präsent ist. Vielleicht leiser als früher, vielleicht nicht mehr so überwältigend, aber es gehört dazu.

Genau deshalb war der Alltag im Einsatz Bundeswehr fĂĽr mich lange kein Thema mehr.

Afghanistan war für mich vertraut gewesen. So widersprüchlich das klingen mag, aber dort kannte ich die Abläufe, die Situationen, die Art, wie man sich bewegt und denkt. Es hatte etwas, das sich irgendwann wie eine eigene Form von Alltag angefühlt hat. Mali dagegen war etwas völlig anderes. Ein anderes Land, ein anderer Einsatz, andere Bedingungen, nichts, worauf ich hätte zurückgreifen können.

Und dann, Jahre später, kam dieses Gespräch.

Ein Hauptmann trat auf mich zu und sagte, dass er als Kompaniechef in ein Kontingent nach Mali gehen würde und mich gern dabeihätte. Dieser Satz war nicht laut, nicht besonders dramatisch, aber er hat etwas in mir ausgelöst, das sich nicht mehr einfach wegschieben ließ.

Ich habe nicht sofort geantwortet. Weil ich selbst erst einmal verstehen musste, was das in mir auslöst.

Es ging nicht nur darum, ob ich das kann. Es ging darum, ob ich es mir zutraue. Ob ich bereit bin, mich bewusst wieder in eine Situation zu begeben, von der ich wusste, dass sie etwas in mir auslösen kann. Ob ich ehrlich genug zu mir selbst bin, um nicht aus einem falschen Pflichtgefühl heraus zu handeln.

Ich habe lange überlegt. Ich habe mit meinen Ärzten gesprochen, war erneut beim Psychologen, habe alles offen angesprochen, auch die Zweifel, auch die Unsicherheiten. Und natürlich war da dieses Bauchgrummeln. Alles andere wäre nicht ehrlich gewesen.

Wer solche Erfahrungen gemacht hat, geht nicht unbeschwert zurĂĽck.

Und gleichzeitig war da dieser andere Gedanke, der immer wieder kam. FĂĽr mich war es dieses Bild, dass es manchmal ist wie nach einem Sturz vom Pferd. Man bleibt nicht einfach liegen. Irgendwann steht man auf und fragt sich, ob man bereit ist, es noch einmal zu versuchen.

Alltag im Einsatz Bundeswehr Gedanken und innere Entscheidung

Ich wollte fĂĽr mich wissen, ob es klappt.

Nicht, um etwas zu beweisen. Nicht, um stark zu wirken. Sondern fĂĽr mich.

Während ich all das für mich sortiert habe, lief unser Alltag ganz normal weiter. Die Kinder waren da, mit ihrem Lachen, ihrem Streit, ihren ganz eigenen Themen. Für sie war alles, wie es immer war, und genau das hat diese Entscheidung noch einmal schwerer gemacht. Denn plötzlich entscheidet man nicht mehr nur für sich selbst.

Am Ende stand die Genehmigung fĂĽr den Einsatz.

Und dann stand ich vor meiner eigenen Entscheidung.

Dieses Ja war kein leichtes Ja. Es war kein spontanes Ja. Es war ein Ja mit Zweifel, mit Respekt vor dem, was war, und mit dem Wissen, dass ich nicht mehr dieselbe war wie vor Afghanistan.

Mali war neu. Unbekannt. Nicht vergleichbar mit dem, was ich kannte. Und vielleicht war genau das der Punkt.

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Ich habe mich bewusst dafĂĽr entschieden, diesen Schritt zu gehen. Nicht, weil es sich leicht angefĂĽhlt hat, sondern gerade, weil es das nicht getan hat. Weil ich fĂĽr mich wissen wollte, ob ich meinen Weg darin finde, auch mit allem, was ich erlebt habe und was bis heute ein Teil von mir ist.

Und vielleicht war genau das der Moment, in dem alles begonnen hat. Nicht laut, nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt.

Wie es danach weiterging, wie sich die Vorbereitung angefühlt hat und was es bedeutet, sich wirklich auf einen Einsatz einzulassen, erzähle ich dir im nächsten Teil. 💛

👉 Wenn du dir einen Überblick über die aktuellen Einsätze der Bundeswehr verschaffen möchtest, findest du hier alle Informationen aus erster Hand. 👇 👉 Bundeswehr – Einsätze im Überblick

👉 Auch das Thema PTBS wird hier aufgegriffen und zeigt, wie wichtig Unterstützung und Begleitungnach einem Einsatz sind.👇 👉 PTBS verständlich erklärt (Bundeswehr / Sozialdienst)

👉 Wer sich generell über psychische Belastungen und Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchte, findet hier viele hilfreiche Ansätze. 👇 👉 Deutsche Depressionshilfe (allgemein zu PTBS & psychischer Belastung)

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Leben als Soldatin und Mutter – zwischen Dienst, Familie und ganz normalen Tagen

Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Soldatin und Mutter im Alltag der Bundeswehr
Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet fĂĽr mich, Dienst und Familie miteinander zu verbinden.

Viele Menschen stellen sich das Leben bei der Bundeswehr sehr klar und vielleicht auch etwas einseitig vor. Uniform, Dienst, Fahrzeuge, Ausbildung oder Einsätze sind oft die ersten Bilder, die dabei entstehen. Was dabei schnell in den Hintergrund gerät, ist, dass hinter jeder Uniform auch ein ganz normales Leben steht. Ein Leben mit Familie, Kindern, Terminen, Hausaufgaben, Brotdosen am frühen Morgen und manchmal auch ziemlich wenig Schlaf.

Für mich bedeutet das Leben als Soldatin und Mutter genau diese Mischung. Mein Alltag bewegt sich zwischen Verantwortung im Dienst bei der Bundeswehr und den vielen kleinen Momenten zu Hause, die genauso wichtig sind. Zwischen Kameraden und Kameradinnen im Dienst, Schulranzen am Küchentisch und dem ganz normalen Familienleben entsteht ein Alltag, der manchmal herausfordernd ist, sich für mich aber längst ganz selbstverständlich anfühlt.


Ein Morgen, der frĂĽher beginnt als bei vielen anderen

Mein Tag beginnt meistens um 5:20 Uhr, wenn im Haus noch alles ruhig ist. Während draußen oft noch Dunkelheit herrscht und die Kinder tief schlafen, stehe ich auf, ziehe mich halb an und gehe nach unten in die Küche. Dort beginnt der erste Teil unseres Familienalltags.

Ich bereite die Brotdosen vor, schmiere Brote und versuche dabei schon ein wenig Struktur in den kommenden Tag zu bringen. Diese ruhige Zeit am Morgen gehört inzwischen fest zu meiner Routine, auch wenn sie manchmal sehr früh beginnt.

Gegen 5:50 Uhr logge ich mich bereits von zu Hause aus in den Dienst-PC ein und erledige die ersten Aufgaben. Dieser kleine Vorsprung am Morgen hilft mir, später im Tagesverlauf flexibler zu bleiben.


Soldatin und Mutter – zwei Welten, die zusammengehören

Um 6:20 Uhr wecke ich dann den Großen. Während er sich fertig macht und anzieht, nutze ich die Zeit, um selbst vollständig fertig zu werden, Zähne zu putzen und mich komplett anzuziehen. Danach setze ich mich meist noch einmal kurz an den Dienst-PC, bevor der nächste Abschnitt des Morgens beginnt.

Um 6:50 Uhr hole ich ihn nach unten. Wir ziehen unsere Jacken an, nehmen unseren Hund mit und gehen gemeinsam zur Bushaltestelle. Diese wenigen Minuten auf dem Weg sind oft ein kleiner Moment des Durchatmens, bevor der Tag richtig beginnt.

Wenn der Bus abgefahren ist, gehe ich wieder nach Hause. Um 7:00 Uhr wecke ich den Mini, der etwas später in den Tag startet. Nachdem auch er fertig ist, bringe ich ihn zur Schule und fahre anschließend selbst in den Dienst.


Die Stunden im Dienst

Je nach Stundenplan des Minis fahre ich zwischen 12:00 und 13:00 Uhr wieder vom Dienst nach Hause und arbeite von dort im Homeoffice weiter. Diese Mischung aus Dienst und Homeoffice hilft mir dabei, Familie und Beruf besser miteinander zu verbinden.

Die Stunden im Dienst sind für mich dennoch sehr wichtig. Dort bin ich nicht nur Mama, sondern Soldatin. Ich arbeite mit meinen Kameraden und Kameradinnen zusammen, tausche mich mit ihnen aus, bespreche Aufgaben und habe Gespräche mit anderen Erwachsenen.

Gerade dieser Teil des Tages tut manchmal auch einfach gut, weil man kurz aus der reinen Mama-Rolle herauskommt und wieder ganz in der eigenen beruflichen Welt ist.


Der Familiennachmittag

Die Kinder kommen meist zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule nach Hause. Unser gemeinsames Mittagessen findet deshalb meistens erst gegen 15:30 Uhr statt.

Danach beginnt der typische Familiennachmittag. Hausaufgaben werden gemacht, für Tests wird gelernt, Termine stehen an, und natürlich wird auch gespielt und getobt. Manche Tage sind ruhig und laufen ganz entspannt ab, während andere Tage sich eher wie ein kleiner organisatorischer Marathon anfühlen.


Der Abend im Familienalltag

Unter der Woche gehen die Kinder gegen 20:00 Uhr ins Bett. Wenn im Haus langsam Ruhe einkehrt, beginnt fĂĽr mich meistens noch ein weiterer Teil des Tages.

Dann wird noch schnell aufgeräumt, Wäsche gemacht, Dinge vorbereitet oder einfach erledigt, was tagsüber liegen geblieben ist. Erst wenn all diese kleinen Aufgaben erledigt sind, wird es wirklich ruhig.

Meistens falle ich gegen 22:00 Uhr ziemlich müde ins Bett und weiß, dass am nächsten Morgen wieder ein neuer Tag beginnt.


Warum das Leben als Soldatin und Mutter fĂĽr mich normal ist

Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei völlig getrennte Welten zu haben. Es bedeutet vielmehr, beide Seiten miteinander zu verbinden.

Die Verantwortung im Dienst, die Zusammenarbeit mit Kameraden und Kameradinnen und die Aufgaben bei der Bundeswehr gehören genauso zu meinem Leben wie die Zeit mit meinen Kindern, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente im Alltag.

Vielleicht ist genau diese Mischung das, was meinen Alltag ausmacht. Zwischen Uniform und Familienleben entsteht ein ganz normales Leben, das manchmal anstrengend ist, oft chaotisch, aber gleichzeitig auch unglaublich wertvoll.


Am Ende ist unser Alltag wahrscheinlich gar nicht so anders als in vielen anderen Familien. Es gibt Tage, an denen alles ruhig läuft, und andere Tage, an denen gefühlt alles gleichzeitig passiert.

Die Bundeswehr gehört zu meinem Leben genauso dazu wie meine Kinder, unser Zuhause und die vielen kleinen Momente dazwischen. Hinter der Uniform stehen eben nicht nur Dienst und Verantwortung, sondern auch Familie, Lachen, Hausaufgaben und manchmal einfach ein ganz normaler, chaotischer Alltag.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis. Soldatin zu sein und Mutter zu sein schließt sich nicht aus. Für mich gehört beides zusammen.

Eventuell wirkt dieser Alltag für manche Menschen ungewöhnlich oder schwer vorstellbar. Für mich ist er allerdings längst ganz normal geworden. Das Leben als Soldatin und Mutter bedeutet für mich nicht, zwei getrennte Welten zu haben, sondern beide Seiten meines Lebens miteinander zu verbinden.

Zwischen Dienst, Kameraden und Kameradinnen, Schule, Hausaufgaben, Familienmomenten und den vielen kleinen Dingen des Alltags entsteht einfach unser ganz normales Leben.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder etwas wissen möchtest, das ich in diesem Artikel vielleicht noch nicht angesprochen habe, dann schreib es gerne in die Kommentare. Für mich ist vieles davon inzwischen Alltag und Normalität geworden, aber ich weiß auch, dass es für Außenstehende oft spannend oder überraschend sein kann.


Weitere Einblicke rund um Bundeswehr und Alltag

Wenn dich das Leben bei der Bundeswehr interessiert, findest du auf meinem Blog noch weitere Beiträge zu diesem Thema.

👉 Hier findest du weitere Beiträge rund um die Bundeswehr

Wenn du dich allgemein für die Arbeit der Bundeswehr interessierst, findest du auch auf der offiziellen Seite viele Informationen über Aufgaben, Struktur und Einsätze.

👉 https://www.bundeswehr.de

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Bundeswehr Karriere Yvonne – Mein Weg zur Offizierin

Junge Bundeswehrsoldatin in Flecktarnuniform lächelt in die Kamera – frühe Dienstjahre, persönlicher Karrierebeginn

Meine Bundeswehr Karriere Yvonne begann offiziell am 02. Januar 2002 – doch die Wurzeln liegen viel früher.
Mein Vater war Soldat, und schon als Kind war ich fasziniert von Uniform, Kameradschaft und diesem besonderen LebensgefĂĽhl.
Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg fĂĽhren wĂĽrde. Heute blicke ich auf ĂĽber 20 Jahre Bundeswehr zurĂĽck.


Bundeswehr Karriere Yvonne: Die ersten Schritte in Uniform

Die Grundausbildung in Goslar dauerte drei harte, lehrreiche Monate.
Danach folgten die Laufbahnlehrgänge und meine Zeit in der Unteroffizierslaufbahn – eine Phase voller Entwicklung und neuer Herausforderungen.

Ein Foto aus dieser Zeit bedeutet mir bis heute viel: ein spontaner Moment nach Dienstschluss, jung, unbeschwert, voller Energie.
Diese Leichtigkeit begleitet meine Bundeswehr Karriere Yvonne bis heute – trotz aller Ernsthaftigkeit des Berufs.

Junge Bundeswehrsoldatin in Flecktarnuniform lächelt in die Kamera – frühe Dienstjahre, persönlicher Karrierebeginn

Stationen, Lehrgänge und die Zeit mit der AUL

  • Köln-Wahn
  • Bonn (Hardtberg)
  • Euskirchen

Durch meinen BCE-FĂĽhrerschein durfte ich mit der AUL (Ausstellung unsere Luftwaffe) monatelang durch Deutschland fahren.
Dienstreisen, Erlebnisse, Kameradschaft – ein Kapitel, das mich geprägt hat.

All diese Erfahrungen formten meine Bundeswehr Karriere Yvonne StĂĽck fĂĽr StĂĽck weiter.


Einsätze – prägend für meine Bundeswehr Karriere

Einsätze verändern einen.
Man erlebt Momente, die man nie vergisst – im Guten wie im Schweren.
Einige Einsätze haben mir viel beigebracht: über Verantwortung, Zusammenhalt, Belastbarkeit.
Andere haben Spuren hinterlassen, die erst später sichtbar wurden.

Diese Erfahrungen gehören untrennbar zu meiner Bundeswehr Karriere Yvonne.
Sie haben mich nicht gebrochen – sie haben mich wachsen lassen.


Von der Unteroffizierin zur Offizierin

Parallel zum Dienst studierte ich an der Universität zu Köln.
Nach Abschluss des Studiums wechselte ich in die Offizierlaufbahn.
Ein neuer Abschnitt – mit mehr Verantwortung, neuen Aufgaben und neuen Perspektiven.

Heute trage ich den Dienstgrad Hauptmann.
Ein Meilenstein in meiner Bundeswehr Karriere Yvonne.


Bundeswehr Karriere Yvonne & Familie – zwei Herzen in einer Brust

Seit 2015 und 2017 bin ich Mama.
Zwei kleine Menschen, die meinen Alltag – und mein Herz – komplett verändert haben.

Der Spagat zwischen Uniform und Familie ist nicht leicht, aber er ist machbar.
Und er hat mich stärker gemacht als jeder Lehrgang.


Warum ich meine Geschichte teile

Weil hinter jedem Dienstgrad ein Mensch steckt.
Weil jede Soldatin und jeder Soldat einen eigenen Weg hat.
Und weil meine Bundeswehr Karriere Yvonne vielleicht andere inspiriert, stärkt oder begleitet.


Mehr Hintergrundwissen zur Bundeswehr und den Karrierewegen findest du hier:

👉 Bundeswehr

👉 Bundeswehrkarriere

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