Teil 2 der Serie âUnser erstes Jahr zu dritt nach der Trennungâ
Ein Haus nach Trennung mit Kindern zu suchen, war keine romantische Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit. Ich brauchte StabilitĂ€t fĂŒr Fabi und Flo, wĂ€hrend in mir selbst noch alles wackelte. Zwischen Telefonaten, Unsicherheit und schlaflosen NĂ€chten musste ich funktionieren, Entscheidungen treffen und gleichzeitig stark wirken.
ZunĂ€chst schaute ich mir ein Haus in Flammersheim an. Es war wunderschön, mit viel Platz, einem liebevoll angelegten Garten und sogar einem eigenen BĂŒro fĂŒr mich. Die Vermieterin wollte sich verkleinern und hĂ€tte Teile der Einrichtung im Haus gelassen. Ich sprach bereits mit der nahegelegenen Grundschule, klĂ€rte organisatorische Details und hatte sogar die Unterschrift meines Ex-Mannes fĂŒr die Anmeldung organisiert â was alles andere als einfach war. Jede Unterschrift war begleitet von Diskussionen und emotionaler Anstrengung.
Die Absage kam per E-Mail, wĂ€hrend ich fĂŒr einige Stunden im Dienst war. Ich lieĂ meinen Kameraden nachsehen, weil ich innerlich schon ahnte, was dort stehen wĂŒrde. Als ich spĂ€ter erfuhr, dass wir das Haus nicht bekommen wĂŒrden, war das ein harter Moment. Nicht nur wegen des Hauses selbst, sondern wegen der Hoffnung, die ich bereits hineingelegt hatte.
Ein Haus nach Trennung mit Kindern zu finden bedeutete schnell handeln
Zum GlĂŒck ergab sich kurz darauf eine neue Möglichkeit. FĂŒnf DoppelhĂ€user entstanden als Neubauprojekt, eines davon war noch nicht vollstĂ€ndig fertiggestellt. Das Haus war modern, klar geschnitten und bot uns genau das, was wir brauchten: einen eigenen Raum fĂŒr jeden, Struktur und Perspektive.
Ich besichtigte es zunĂ€chst allein, spĂ€ter mit den Kindern. Ihre Reaktion war eindeutig. Die Zimmer waren gleich groĂ, sodass es keine Diskussionen gab, wer benachteiligt sein könnte. Noch bevor wir unterschrieben, war klar, welches Zimmer wem gehören wĂŒrde.
Wir entschieden uns fĂŒr dieses Haus nach Trennung mit Kindern, obwohl vieles noch unfertig war. Die KĂŒche war nicht montiert, Handwerker arbeiteten weiter im Haus, Kartons stapelten sich und das AuĂengelĂ€nde war eher Baustelle als Garten. Erde statt Rasen, Provisorien statt Idylle. Doch es war unser Anfang.
Mitbestimmung als StabilitÀt im Haus nach Trennung mit Kindern
WĂ€hrend im Erdgeschoss noch Möbelteile standen und Liefertermine sich verschoben, sollten zumindest die Kinderzimmer fertig sein. Fabi entschied sich fĂŒr Blau, Flo fĂŒr Rot. Im Baumarkt suchten sie ihre Farben selbst aus. Als die WĂ€nde gestrichen waren, standen sie stolz in ihren Zimmern und betrachteten ihre Wahl.

Es ging mir nie um perfekte Einrichtung, sondern darum, dass sie spĂŒren: Ihr habt hier eine Stimme. Dieses Haus nach Trennung mit Kindern sollte kein Ăbergang sein, sondern ein echtes Zuhause.

Die ersten Wochen waren geprĂ€gt von Organisation, BehördengĂ€ngen und Schulwechsel. Nach den Herbstferien begann fĂŒr die Kinder das neue Kapitel an einer anderen Grundschule. Trotz aller Unsicherheit fanden sie sich schneller ein, als ich es erwartet hĂ€tte.
Zwischen Baustelle und Hoffnung
Der Garten war noch nicht fertiggestellt, die Wege noch nicht angelegt und vieles wirkte unfertig. Trotzdem war genau dieses unfertige Haus nach Trennung mit Kindern unser Symbol. Wir begannen nicht mit Perfektion, sondern mit Mut.


RĂŒckblickend war diese Phase eine der anstrengendsten meines Lebens. Doch sie hat uns als Familie enger zusammengebracht. Nicht, weil alles leicht war, sondern weil wir gemeinsam durch diese Zeit gegangen sind.
đ Zum ersten Teil der Serie geht es hier:
[1. Teil – Unser erstes Jahr zu dritt nach der Trennung]
Gerade in dieser Phase war es hilfreich zu wissen, dass es UnterstĂŒtzungsangebote wie der đ Verband alleinerziehender MĂŒtter und VĂ€ter (https://www.vamv.de) sowie die đ Beratung von Pro Familia (https://www.profamilia.de) gibt, die Familien in Umbruchzeiten begleiten.








